AUFSCHIEBERITIS BEI KINDERN
Wenn Kinder alles aufschieben
Wie Sie Kinder beim Kampf gegen das Aufschieben unterstützen können
- Rituale unterstützen beim Einhalten regelmäßiger Alltagspflichten. Zum Beispiel: Freitag ist Zimmer-Aufräumtag. Danach geht's mit Papa ins Schwimmbad. Oder: Nach dem Mittagessen gibt es immer ein Viertelstündchen Pause, danach heißt's: Hausaufgaben ahoi!
- Größere Aufgaben unterteilen - und zwar in viele kleine Einzelschritte. Gehen Sie zum Beispiel gemeinsam mit Ihrem Kind seine Hausaufgaben durch und machen Sie ihm Mut: Englisch ist gar nicht so viel, das hast du in 20 Minuten geschafft. Und deine Matheaufgaben hast du doch gestern auch ganz gut hingekriegt!
- Besseres Zeitmanagement: Ein Zeitplan hilft Ihrem Kind, wenn besonders viele Dinge zu erledigen sind. Besprechen Sie gemeinsam, wo die Prioritäten liegen und was zuerst angepackt werden sollte. Sehr lehrreich ist es für Kinder, mal zu beobachten, wie lange sie für welche Tätigkeit brauchen. Ermuntern Sie sie also ruhig zum Blick auf die Uhr. Hektik sollte dabei natürlich nicht aufkommen!
- Vorwürfe vermeiden: Wer etwas nicht rechtzeitig hinbekommen hat, fühlt sich meist ohnehin schlecht. Übermäßige Kritik facht nur die Angst an, beim nächsten Mal erneut zu versagen. Hilfreich ist Ursachenforschung und die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten.
- Keine Vergleiche! Aussagen wie: „Dein Bruder schafft seine Aufgaben doch auch alleine!“ oder „Nimm dir ein Beispiel an deiner Schwester, die hilft immer beim Abwaschen!“, wirken entmutigend und demotivierend - vor allem auf jüngere Geschwister, die ohnehin oft das Gefühl haben, nicht mithalten zu können.
- Belohnungen in Aussicht stellen - das wirkt bei Groß und Klein immer noch am besten. Vermeiden sollten Sie Belohnungen während kurzer Arbeitsunterbrechungen, denn so trainiert man sich das ständige Pausemachen förmlich an.