Bei den meisten Kindern ist jetzt Chaos angesagt. Meckern, Sticheln und Nörgeln - nichts davon nützt. Und nichts davon wird von den Experten empfohlen. Die Eltern sollten sich einfach raushalten, soweit es irgendwie geht - aus dem Thema und aus dem Zimmer. Sie müssen es aushalten, wenn teure CDs auf dem Boden liegen, das Bett nicht gemacht wird und der Schrank lieblos voll gestopft ist.
„In der Pubertät lernen Kinder, völlig eigene Strukturen zu schaffen“, erklärt die Psychologin. „Sie wollen sich ausprobieren und gegen die Eltern abgrenzen. Das muss sein, damit sich ihre Persönlichkeit formt. Wenn das Kind erst wieder Fuß fasst, relativiert sich alles.“
In der Zwischenzeit bleibt den Eltern nichts anderes übrig, als darauf zu vertrauen, dass die bisherige Erziehung nicht spurlos am Kind vorbeigegangen ist. Und auf einige Minimalforderungen in Sachen Ordnung und Aufräumen zu bestehen:
Wie man sieht: Aufräumen ist in jedem Alter anders. Das Argument, mit dem man Kinder für eine gewisse Ordnung erwärmen kann, ist jedoch immer dasselbe: Nicht weil ein ordentliches Zimmer schön aussieht. Nicht weil Ordnung angeblich das halbe Leben ist. Sondern einzig und allein: Weil es richtig praktisch ist, Dinge ganz schnell finden zu können! Wer ordnet, der findet. Diese einfache Tatsache begeistert selbst mich alten Aufräumhasen jedes Mal von neuem. Spätestens wenn ich mein Taschenmesser brauche.

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