Expertenrat Kindererziehung

Liebevoll, locker und konsequent - so sollte Kindererziehung sein. Das ist aber nicht immer einfach. Expertenrat von Aufräumen bis Windeln.


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Aufräumen


Expertenrat Kindererziehung


© Thinkstock
Wenn es ums Zimmeraufräumen geht, diskutiert meine Tochter (5) so lange mit mir, bis ich selbst mit dem Aufräumen beginne. Wie kann ich das ändern?

Wichtig ist Konsequenz. Wenn Sie schimpfen und dann selbst aufräumen, nimmt das Kind Sie nicht ernst. Es lernt: Zuerst wird zwar geschimpft, der erhoffte Erfolg stellt sich aber doch ohne eigenes Zutun ein. Kleine Kinder brauchen aber noch Hilfe beim Aufräumen. Zeigen Sie jedes Mal, wo das Spielzeug hingehört. Und loben Sie Ihr Kind danach.

Diplom-Psychologe Michael Thiel


Computerspiele Ich habe meinem Sohn (8) schon früh gezeigt, wie man einen Computer bedient. Jetzt will er immer am Rechner spielen. Soll ich das erlauben?

Ob Sie das erlauben oder nicht: Kinder finden immer einen Zugang zum Computer, notfalls über Freunde. Und dann entziehen sich die Inhalte Ihrer Kenntnis. Sie sollten sich also mit Computerspielen auseinandersetzen und auf die Altersangabe der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) achten. Nehmen Sie das Spiel aber trotzdem genau unter die Lupe: Ist das Spielziel konstruktiv (Stadt bevölkern, Landwirtschaft betreiben) oder destruktiv (ballern)?

Medienexperte Thomas Feibel


Fantasie Mein Sohn (5) denkt sich die tollsten Geschichten aus. Fantasie und Realität verschwimmen, vor allem, wenn er was angestellt hat. Wie sollte ich reagieren?

Fünfjährige haben grenzenlose Fantasie. Sie probieren Rollen aus, um ihre Gefühle durchlaufen zu können. Tauchen Sie ruhig mal mit ein in das Spiel. Werden die erfundenen Wesen zu „Tätern“, dann seien Sie behutsam. Sagen Sie nicht: „Du lügst!“, sondern: „Na, der Monsterriese warst wohl eher du?“

Diplom-Psychologe Michael Thiel


Fernsehen Sind zwei Stunden Fernsehen am Tag zu viel?

Vom 6. bis zum 8. Lebensjahr sollten es maximal 45 Minuten, von 9 bis 11 Jahren etwa eine Stunde, von12 bis 14 etwa anderthalb und ab 15 zwei Stunden täglich sein. Faustregel: So lang, wie sie vorm Fernseher sitzen, sollten sich Kinder auch draußen bewegen.

Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Peter Struck




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