Hat unser Kind die falschen Freunde?

Lukas, 16, hat Freunde, die seinen Eltern nicht gefallen. Sollen sie ihm den Umgang mit der Clique verbieten?


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Die Lieblingsbeschäftigung des 16-jährigen Lukas ist seit kurzem das „Abhängen“ auf dem Spielplatz. Vor allem Abends lungert er dort mit seinen neuen Freunden herum, die nach Auffassung seiner Eltern, zumindest aus prekären Verhältnissen stammen. Lukas‘ Eltern machen sich Sorgen: Trinkt ihr Sohn Alkohol? Nimmt er etwa Drogen? Verführen ihn die anderen Jungs zu kriminellen Aktionen? Beweise dafür gibt es keine. Aber was sollen sie tun, darf man dem eigenen Sohn nur aufgrund von Vermutungen den Umgang mit bestimmten Kindern verbieten?


Falsche Freunde


© Thinkstock

Lösungsvorschlag


Ein Kontaktverbot, vor allem rein auf Vermutungen basierend, sollte definitiv nicht die erste Reaktion sein. Fragen Sie Ihr Kind nach seinen neuen Freunden, hören sie ihm zu und versuchen Sie, sich ein Bild von ihnen zu machen. Fordern Sie Ihr Kind auf, die neuen Freunde mit nach Hause zu bringen. Werfen Sie ihre Vorurteile über Bord, schließlich verdienen auch die pubertierenden Kinder anderer einen unvoreingenommenen Blick. Wenn Sie sich dann immer noch Sorgen machen, achten Sie auf Veränderungen im Verhalten und Aussehen. Nur wenn Sie sich sicher sind, dass etwas nicht stimmt, kann zum Schutz Ihres Kindes auch der Kontakt verboten werden. Auch andere Jugendliche können ein gutes Korrektiv bieten. Wenn Sie Ihr Kind ermuntern, je nach Interesse einem Sportverein oder Ähnlichem beizutreten, besteht so die Möglichkeit, es in andere Kreise zu bringen.