Forschungsdrang von Kleinkind unterstützen


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Forschungsdrang von Kleinkindern unterstützen

„Kinder müssen sich ausprobieren dürfen“, sagt Dagmar Winterhalter-Salvatore. „Nur wenn sie ständig testen dürfen, was kann ich, was kann ich nicht, sind sie in der Lage, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln.“ Kleinere Blessuren gehören da dazu, so die Forscherin. Und abgerissene Zweige und Blätter wachsen nach. Wie wichtig Naturerlebnisse für Kleinkinder sind, hat der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich bereits vor mehr als 40 Jahren aufgeschrieben: „Der junge Mensch braucht seinesgleichen - nämlich Tiere, überhaupt Elementares: Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum. Man kann ihn auch ohne dies alles aufwachsen lassen, mit Stofftieren, Teppichen, auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es, doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nicht mehr erlernt.“


Auch die Stadt bietet Kleinkindern Abenteuer in der Natur Wer seine Stadtwohnung nicht gegen ein Häuschen auf dem Dorf tauschen kann oder möchte, kann mit seinem Baby trotzdem wunderschöne Naturmomente erleben. Um mit Babys und Kleinkindern die Natur zu erforschen, braucht man nämlich keine großartigen Landschaften oder Naturschauspiele. Eine nicht zu oft gemähte Wiese im Stadtpark, ein Wäldchen am Stadtrand reichen, um sich mit Baby auf eine Decke zu legen oder um Kleinkinder auf Erkundungstour gehen zu lassen. Da sie die Welt erst neu entdecken, ist jede Kleinigkeit hoch spannend: Tannennadeln, die man mit dem gerade gelernten Pinzettengriff aufpicken kann, die Ameise, die einen Baumstamm entlangläuft, eine flauschige Vogelfeder oder ein gewundenes Schneckenhaus - alles versetzt sie in Entzücken.