Für Kinder zum Frühstück: Brot, Milch, Obst und Müsli

Die wichtigsten Frühstückskomponenten für Kinder sind Brot, Milch, Müsli und Obst. Hier erfahren Sie, was Sie bei der Auswahl beachten sollten.


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Das richtige Brot und Butter für Kinder zum Frühstück


In der Getreide-Gruppe ist das gute, alte Frühstücksbrot immer noch erste Wahl. Besonders viele Vitamine und Mineralstoffe liefert Vollkornbrot aus Roggen- oder Weizenmehl. Auch Mischbrot ist gut. Es sollte allerdings zu mindestens 50 Prozent aus Vollkornmehl gebacken sein. „Dessen Ballaststoffe sorgen dafür, dass die Darmflora gesund und Ihr Kind länger satt bleibt“, erklärt die Diplom-Ökotrophologin Dagmar von Cramm. Ideal für kleine Kinder sind Brot und Brötchen aus fein gemahlenem Vollkornmehl, das mit Jodsalz gebacken wurde. Bei abgepackter Ware sollten diese Zutaten also auf der Verpackung auftauchen. Beim Bäcker müssen Sie nachfragen. Zweitbeste Wahl ist Brot aus hellem Mehl - das geht auch in Ordnung.

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Zugegeben, Brot selbst zu backen ist relativ aufwendig - aber für ein gutes Sauerteigbrot lohnt sich die Mühe. Und so geht's.


Als Streichfett ist Butter wertvoller als Margarine, weil es weniger stark verarbeitet ist. Margarine aus gehärteten Fetten enthält Trans-Fettsäuren, die als Mitverursacher bestimmter Herzkrankheiten infrage kommen. Und welcher Belag soll auf Stulle, Brötchen oder Hörnchen? Das ist reine Geschmackssache. Käse liefert als Milchprodukt wertvolles Kalzium, Wurstsorten wie dünn geschnittener Kochschinken oder Kassler sind weniger fetthaltig. Aber auch gegen einen süßen, zuckerbetonten Belag wie Marmelade oder Honig spricht nicht viel, vorausgesetzt, er wird dünn aufs Brot gestrichen und die Zähne werden hinterher gründlich geputzt. Nuss-Nougat-Creme dagegen enthält neben reichlich Zucker viel Fett und sollte die Ausnahme bleiben.
Müsli mit Obst ist lecker und gesund
Brot und Brötchen in vielen Varianten sind also wunderbar. Aber kann Getreide nicht noch mehr? Und ob: Unter der Bezeichnung „Cerealien“ gibt's im Supermarkt Flakes-Kreationen ohne Ende. Die wenigsten gelten jedoch als gesundes Frühstück, weil sie als hoch verarbeitete Waren meistens kaum noch Ähnlichkeit mit dem Ausgangs-Getreide haben. Außerdem stecken fast immer Zusatzstoffe, reichlich Zucker und viele künstliche Vitamine und Mineralstoffe drin. Letzteres klingt zwar gesund, muss aber kritisch bewertet werden, weil es dadurch zu Überdosierungen kommen kann. Doch zumindest für klassische Cornflakes gilt: Wer nicht angereicherte Produkte sucht, findet sie auch - meist im untersten Supermarktregal. Oder in der Bio-Ecke. Bei anderen Flop-Pops ist das Beste die Milch, in der sie schwimmen. Ungezuckertes Müsli dagegen ist zum Frühstück eine hervorragende Wahl. Oder eine Mischung aus Cornflakes und Haferflocken. Damit lassen sich ganz leicht alle drei wichtigen Frühstücks-Puzzleteile perfekt und flott zusammensetzen: Getreide in Form von Flocken, Obst wie klein geschnittener Apfel oder Banane, Milch drüber: fertig! Bei Obst ist als Rohkost alles in Ordnung, was die Kinder gerne essen. Faustregel: Je bunter, desto besser. Dabei lassen sich auch ungewöhnliche Pfade einschlagen. Obst passt nämlich auch aufs Brot und kann dort die Marmelade ersetzen. Tipp: Einfach ein paar Bananenscheiben auf einem Vollkornbrot verteilen. Mit Kakaopulver bestreut, wird's sogar schokoladig.
Milch - in vielen Variationen
Um Milch auf den Frühstückstisch zu bringen, gibt es weitere gute Möglichkeiten: als Getränk im Glas, als Käse, Joghurt oder Quark. Am besten kaufen Sie reine Produkte. Quark und Joghurt lassen sich dann ganz nach Geschmack mit frischen Früchten oder Säften mischen. Bei allen Milch-Fertigprodukten sollten Eltern ganz genau hingucken, denn auch dort können viele unerwünschte Zucker- und Zusatzstoffe stecken. Spezielle Kinderprodukte bilden keine Ausnahme - im Gegenteil. Dann lieber kalte oder warme Frühstücks-Milch: H-Milch ist dafür genauso geeignet wie Frischmilch, denn beim Nährstoffgehalt gibt es fast keinen Unterschied. Für schlanke Kinder ist Vollmilch mit 3,5 Prozent Fett die beste Wahl, Kaloriensparer nehmen fettarme Milch mit 1,5 Prozent Fett. Wenn Ihr Kind Milch pur nicht mag: Versuchen Sie es mit Kakao. Doch Vorsicht: Fertigmischungen sind oft reinste Zuckerfallen. Rund wird das Frühstück mit einem zusätzlichen Getränk, am besten Mineralwasser, Schorle, Kräuter- oder Früchtetee. Reiner Saft enthält zu viel Fruchtzucker und -säure für empfindliche Milchzähne.