Gefühlsschwankungen bei Kindern

Kinder und Gefühlsschwankungen: Warum Kinder in einem Moment weinen und im nächsten wieder um die Wette strahlen und wie man als Eltern richtig reagiert.


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Gefühlsschwankungen


Gefühlsschwankungen und ihre Gründe

Die Gefühle von Kindern sind oft unberechenbar - gerade noch sind die Kleinen trotzig und pampig, plötzlich lieb und anhänglich, eben noch hilfsbereit, auf einmal in Totalopposition - für die Gefühlsschwankungen bei Kindern gibt es viele Ursachen, die alle ihren Sinn haben und logisch erklärbar sind. Zu tun hat das alles mit dem so genannten "Engelchen-Teufelchen-Prinzip" Was gern als „kindliche Launen“ zusammengefasst wird, ist die Vielfalt an Ausdrucksformen einer noch nicht ausgereiften Persönlichkeit. Diese „Launen“ sind in uns angelegt und ergeben eine „Summe von Charakterzügen“, sagte die italienische Ärztin und Reformpädagogin Maria Montessori (1870-1952). Darunter verborgen liegen „die Bemühungen der Kinderseele um ihre Selbstverwirklichung“. Die erste Aufgabe von Erziehung sei daher, das Kind auf diesem Weg zu unterstützen, es zu „befreien“, wie es Maria Montessori nannte: Wobei Befreien gleichbedeutend ist mit Kennenlernen und Entdecken. Nur so könne sich das Kind spontan offenbaren. Sicherlich: Im Kleinkind- und Kindergartenalter gelten diese Spontaneität und ein Stück Unberechenbarkeit noch als entwicklungsbedingt normal. Dagegen wird mit dem Eintritt in die Schule mehr Stabilität erwartet, verbunden mit der Fähigkeit, das Innenleben zu sortieren und nach außen weitgehend geordnet und kontrolliert zu reagieren. Und doch liefern gerade das erste und zweite Schuljahr eine solche Vielfalt neuer Eindrücke, dass das Kind in dieser Zeit immer wieder in Situationen geraten kann, in denen es sich überfordert und zur wohlüberdachten Reaktion außerstande fühlt. Somit kommt es gerade in dieser Zeit bei Kindern zu häufigen Gefühlsschwankungen. Das gilt auch für Freundschaften, die  mit dem Eintritt in die Schule oft eine neue Qualität gewinnen, fester und wichtiger werden. Der gemeinsame Schulweg, gegenseitige Besuche am Nachmittag zum Hausaufgabenmachen und Spielen: Der „beste Freund“, die „beste Freundin“ werden zur soliden, möglichst verlässlichen Größe - ein Streit mit ihm oder ihr kann heftige Gefühlsschwankungen auslösen.




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