Gefühlsschwankungen: Phasen


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Gefühlsschwankungen besonders in bestimmten Phasen

Es gibt eine Fülle weiterer Eindrücke, die auf ein Kind gerade in der Zeit um den Schuleintritt einströmen - und bei Ihrem Kind zahlreiche Gefühlsschwankungen hervorrufen können. Denn mit dem Beginn einer neuen Zeit sieht sich der Schulanfänger mit neuen Herausforderungen und vielleicht auch Schwierigkeiten konfrontiert. Der Schulalltag erfordert schließlich eine Menge Disziplin: Auf einmal ist Stillsitzen wichtig - und die Pflicht, sich zu melden, wenn man was sagen will; und zu warten, bis man aufgerufen wird. Auch das sich entwickelnde Selbstwertgefühl kann heftige Begleiterscheinungen zeitigen: Ist die Kinderzimmertür zu, will das Kind seine Ruhe - und erwartet, dass sich jeder dran hält. Wer trotzdem ungefragt reinplatzt, und seien es die eigenen Eltern, riskiert einen lautstarken Sturm der Empörung. Doch schon im nächsten Moment kann es sein, dass der Wüterich mit einem selbst gemalten Bild ankommt und ganz lieb fragt, ob man's schön finde. Es gibt aber auch handfeste äußere Umstände, die Ursache plötzlicher Stimmungsschwankungen sein können: Ist die Familie gerade erst umgezogen? Gibt es ungelöste Familienkonflikte? Steht gar eine Trennung der Eltern im Raum? Oder stellt ein neues Geschwisterchen den Alltag auf den Kopf und fordert einen Großteil der elterlichen Aufmerksamkeit? Worin immer die Ursache für plötzliche „Engelchen-Teufelchen“-Variationen liegt:
Eltern sollten ihrem Kind zuhören und es auch in seinen „Launen“ respektieren. Natürlich hat alles dort Grenzen, wo die Gefühle oder Rechte anderer verletzt werden. Um mit Maria Montessori zu sprechen: Auch dies zu erkennen ist ein Lernprozess, bei dem wir helfen können, die Kinderseele sich entfalten zu lassen.