Geschichtenerzähler im Test: familie.de testet den Bluetooth-Geschichtenerzähler von Infantino

Der Geschichtenerzähler von Infantino ist ein praktischer Geselle: Ist er doch Nachtlicht, Quell für leise Nachtmusik und ein Geschichtenerzähler in einem. Grund genug, uns den kleinen Tausendsassa mal genauer anzuschauen und auf Herz und Nieren zu testen.


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Geschichtenerzähler: Begleiter für den Abend

Während wir Großen es beim Einschlafen gerne dunkel und ganz still mögen, ist für Kinder das Gegenteil wichtig: Es darf nicht ganz finster sein – und auch absolut ruhig soll's nach Möglichkeit nicht sein. Zwei Aufgaben, die der Bluetooth-Geschichtenerzähler des Babyartikelherstellers Infantino (UVP 49,99 Euro) zu lösen verspricht. Das Gerät kann Töne, Musik und selbst eingesprochene Geschichten abspielen, und er erhellt das Baby- oder Kinderzimmer mit seinem sanften Licht.

Von uns getestet: Der Geschichtenerzähler von Infantino


Die Funktionen des Geschichtenerzählers im Überblick:

➤ Musik und beruhigende Geräusche: Drei Melodien und drei Naturklänge sind voreingestellt.
Aufnahmefunktion: Mama oder Papa können Gute-Nacht-Lieder oder Geschichten aufnehmen – und dann über Bluetooth abspielen. Dazu ist allerdings ein Smartphone oder ähnliches notwendig, denn die Texte, bzw. Lieder müssen dort gespeichert sein.
➤ Nachtlicht: Die Helligkeit des Nachtlichts kann angepasst werden, und es kann zwischen einem gewöhnlichen Nachtlicht und einem sanften Farbwechsler gewählt werden.
Außerdem: Der Geschichtenerzähler hat eine automatische Zeitschaltuhr, einen USB-Anschluss und die Batterien sind wiederaufladbar. Sowohl Helligkeit wie auch die Lautstärke können rauf-, bzw. runtergedreht werden. Im App-Store und bei Google Play gibt es eine kostenlose Gute-Nacht-Geschichten App (B Kids Bedtime Story) mit Geschichten, Liedern und der Möglichkeit, eigene Geschichten zu speichern.

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So lief unser Test ab

Alleine einschlafen - das ist gar nichts für unser "Testkind"! Das Licht im Flur muss an, die Mama unbedingt in der Nähe sein - und ohne Geschichte geht Halina-Maus sowieso nicht ins Bett. So waren wir sehr gespannt, wie sich das Einschlafen mit unserem neuen Mitbewohner gestalten würde. Die Installation des Geräts erwies sich als äußerst einfach. Der Geschichtenerzähler wird mit USB-Ladekabel und einer kurzen Anleitung geliefert. Das Laden ging schnell, im Nullkommanichts war das Gerät einsatzbereit. Da wir uns momentan den Selbstversuch auferlegt haben, keine Bedienungsanleitungen zu lesen (weil sie meist einfache Dinge kompliziert machen), habe ich auf dem Infantino ein paar Minuten fröhlich rumgedrückt – und dann war klar, wie unser neuer Freund funktionert. An den folgenden Abenden haben wir alle Funktionen vom Farbwechsel-Nachtlicht über die vorinstallierten Geräusche bis zu den selbst erzählten Geschichten getestet. Unser Urteil lautet:
Unser Testergebnis

➤ Das Nachtlicht selbst ist langweilig - der Farbwechsler, der sanft von einem Farbton zum anderen wechselt, allerdings gar nicht und unser "Testkind" liebt die wechselnden Farben. Halina hat sich so sehr auf die schönen Farben und das immer wieder andere Licht im Kinderzimmer konzentriert, dass sie wohl gar nicht dazu kam, über andere Dinge nachzudenken. Prima!


© privat
➤ Zwei der drei voreingestellten Melodien sind für kleine Babys gedacht: Sie ahmen das zirkulierende Blut nach, das die Kleinen monatelang in Mamas Bauch hören durften. Die anderen Geräusche und die vorinstallierten Lieder haben uns persönlich nicht gefallen, aber das ist natürlich Geschmacksache.

➤ Die Möglichkeit selbst gesprochene Geschichten abzuspielen ist genial - und funktioniert einwandfrei! Wobei wir die Geschichten nicht über die empfohlene App, sondern über eine kostenlose Diktiergerät-App aufgenommen haben. Während wir abends aus waren und die Patentante das Ins-Bett-bringen übernommen hat, war der Geschichtenerzähler willkommene Hilfe: Unsere Tochter war total fasziniert, dass Mamas vertraute Stimme zu hören war (obwohl die gerade entspannt bei einem Glas Wein beim Italiener im Ort saß...) - und ist zufrieden eingeschlummert.

➤ Die Form des Geräts lässt vermuten, dass es für Kinderhände gedacht ist. Ist es aber definitiv nicht! Es ist relativ empfindlich und wechselt bei zu abrupten Berührungen hektisch von Licht zu Ton oder schaltet sich ganz ab – und wirkt dabei ein bisschen verwirrt und überfordert. Unser Tipp: Den Geschichtenerzähler in jedem Fall außerhalb des Gitterbetts, bzw. nicht in Reichweite der spielfreudigen Kinderhände platzieren.

Produkt Bluetooth-Geschichtenerzähler von Infantino
Inbetriebnahme
Bedienbarkeit
Nachtlicht mit Farbwechsel
Vorinstallierte Geräusche und Melodien
Geschichten-Abspiel-Funktion
Gesamtwertung 4
Fazit

Praktisch, allerdings technisch noch nicht ganz ausgereift.

Praktisch ist das Gerät in jedem Fall, wenn Kind 1 schlafen soll, man selbst aber noch mit dem kleinen Geschwisterkind beschäftigt ist. Auch für Reisen ist der Geschichtenerzähler ein willkommener Begleiter, er macht die fremde Umgebung gleich ein bisschen vertrauter. Punktabzug gibt's aber dafür, dass man auf dem Gerät selbst keine Geschichten speichern kann: Wenn man als Eltern einen kinderfreien Abend hat, muss das Handy natürlich bei Mama und Papa sein (für eventuelle Fragen des Babysitters) – und nicht beim Kind.



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