Allergien und Kinder: Was lindert die Beschwerden?
Besondere Erkrankungen erfordern mitunter besondere Maßnahmen. Wann welche
Methoden zum Einsatz kommen, wie sie funktionieren und mit welchen Erfolgsaussichten
Antihistaminika hemmen die Ausschüttung des für Allergien verantwortlichen Histamins. Zur Linderung von akutem Juckreiz bei Neurodermitis, aber auch bei Heuschnupfen. Wirken schnell, aber nur kurzzeitig. Mögliche Nebenwirkung: Müdigkeit.
Hyposensibilisierung Bei Kindern ab fünf Jahren mit Heuschnupfen oder allergischem Asthma. Durch eine regelmäßige Zufuhr des Allergens in kleiner, sich langsam steigender Dosierung gewöhnt sich das Immunsystem allmählich an die Auslöser. Die Erfolgsquote liegt mit 70 Prozent relativ hoch. Die Behandlungskosten für diese Erfolg versprechende Methode übernimmt unter gewissen Voraussetzungen die Krankenkasse.
Kortison Es geistert noch immer als Schreckgespenst durch die Köpfe besorgter Eltern. Nicht ganz zu Unrecht, weil die Anwendung zu Hautverdünnung (Hautatrophie) oder Gewichtszunahme führen kann. Dennoch gilt: Bei schwerer Neurodermitis etwa unterdrückt es sehr effektiv die oft schmerzhaften Entzündungen, wird wegen seiner Nebenwirkungen aber nur zeitlich begrenzt eingesetzt. Alternative, aber teure und noch nicht langfristig erforschte Ersatzwirkstoffe sind Tacrolimus und Pimecrolimus.

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