
Weil das nasskalte Wetter unser Immunsystem schwächt, erkranken wir leicht an Grippe oder Erkältung. Wie Sie Ihre Kinder schützen können.
Haaatschi! Es ist jeden Winter das gleiche Szenario: Kaum hat der Nachwuchs einen Schnupfen überwunden, kündigt sich schon der nächste an. Gerade in der nasskalten Jahreszeit bringen Kinder oft eine Erkältung nach der anderen mit nach Hause. Denn ihr Immunsystem befindet sich erst in der Lernphase. Daher hat es den vielen, ihm bislang unbekannten Viren und Bakterien noch wenig entgegenzusetzen. Und sind die Erreger einmal in der Familie, können sich leicht auch Geschwister, Eltern und Großeltern anstecken. Das Resultat: Ständig ist jemand krank. Warum aber treten solche Infektionen vor allem jetzt so häufig auf?
Auch wenn es draußen noch so frostig ist: Die Kälte allein ist nicht schuld. Erst wenn Viren die Immunabwehr unseres Körpers knacken, entsteht das, was wir einen „grippalen Infekt“ nennen: Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, manchmal auch Fieber. „Auslöser können über 100 verschiedene Virenarten sein, vor allem Rhino-Viren. Und viele von ihnen zirkulieren im Herbst und Winter besonders stark, da sie eine Vorliebe für niedrige Temperaturen besitzen“, sagt Dr. Roswitha Bruns, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Greifswald.
Bei kaltem Wetter rücken wir zudem enger zusammen und verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen. Dadurch können sich die Erreger leicht übertragen. „Beim Husten oder Niesen werden kleinste Tröpfchen mit Viren in die Luft geschleudert, die der nächste dann einatmet“, erklärt die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie. Aber auch per Handschlag sowie durch das Anfassen von Türklinken, Treppengeländern oder Spielzeug kann ein Erkrankter die Viren verbreiten. Sammelt man diese mit den Händen ein und fasst sich anschließend an Mund oder Nase, ist es passiert: Man hat sich infiziert. „Da sich Kinder beim Spielen sehr nahekommen und alles teilen, ist gerade bei ihnen die Gefahr groß, dass eine Schnupfennase die andere ansteckt“, sagt die Expertin.
Finden die Viren einen Weg in die Schleimhäute, haben sie es im Winter oft auch einfacher, tatsächlich eine Erkältung auszulösen. Denn Kälte, Wind und Nässe schwächen unsere Abwehrkräfte, insbesondere die wichtige Schutzbarriere im Nasen-Rachen-Raum: Kalte Luft kann dazu führen, dass die oberen Atemwege auskühlen und schlechter durchblutet werden. Hinzu kommt die warme Heizungsluft in den Räumen. Sie lässt die Schleimhäute trocken werden und macht sie damit durchlässiger für Erreger. „Es sind viele Faktoren, die dafür sorgen, dass Erkältungsviren im Winter Hochsaison haben. Aber nicht nur sie: Auch Influenza-Viren, die Auslöser der echten Grippe, sowie einige Magen-Darm-Erreger machen jetzt vermehrt die Runde“, warnt die Infektiologin.
Sind die Schleimhäute der Atemwege durch die Viren bereits geschwächt, nutzen das manche Bakterien aus: Sie setzen sich auf das vorgeschädigte Gewebe und infizieren es nochmals. Mediziner nennen das eine „Superinfektion“. „Typische bakterielle Komplikationen bei Erkältungen sind zum Beispiel eitrige Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder des Mittelohrs. Aber auch eine eitrige Bronchitis oder eine Lungenentzündung können auftreten“, sagt Roswitha Bruns. Dass Bakterien am Krankheitsgeschehen beteiligt sind, zeigt sich zumeist daran, dass die Beschwerden eher schlimmer als besser werden. Auch ein zäher, eitriger Auswurf und hohes Fieber, das länger als drei Tage anhält, gelten als Hinweis. „In diesem Fall ist dringend ein Arztbesuch notwendig“, rät die Medizinerin. Antibiotika können die Mikroben bekämpfen und schneller wieder unter Kontrolle bringen.

Kinderspiele
Spieletipps für Kinder

Kinderkrankheiten
- von Scharlach bis hin zu Neurodermitis

Märchen
Geschichten und Märchen für Kinder

BMI-Rechner für Kinder
Body-Mass-Index (BMI) für Kinder ausrechnen

Kids&Co: Die Kinderseiten
Online-Spiele für Kinder, Malvorlagen uvm.

Psychotests
Hier finden Sie viele verschiedene Psychotests

Horoskope
Ihr Tages-, Monats- und Jahreshoroskop

Familienrecht
Rund um Scheidung, Kindesunterhalt und Elterngeld
Erste Hilfe beim Baby: Wie Sie am besten Wunden versorgen können.