7. Inhalieren bei Schnupfen
Inhalationen wie beim Husten machen die Atemwege schnell wieder frei. Geeignet sind Eukalyptus, Pfefferminze und Kamille.
8. Wärmende Bäder
Warme Bäder mit ätherischen Wirkstoffen von Fichtennadel oder Heublume haben einen ähnlichen Effekt und wirken zusätzlich entspannend.
Die Wassertemperatur sollte dabei nicht über 38 Grad liegen und die Badezeit nicht mehr als 15 Minuten betragen, um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten. Wichtig: Ätherische Dämpfe wirken in der Regel wohltuend. Allerdings sollte man bei Anwendung von Kampfer oder Eukalyptus Vorsicht walten lassen, weil sie zu Atembeschwerden führen oder sogar allergische Reaktionen auslösen können.
9. Majoranbutter gegen Schnupfen
Ein bewährtes Aroma-Hausmittel zum Abschwellen der Schleimhäute ist Majoranbutter: 100g Butter schmelzen, Schaum abschöpfen, eine Handvoll frischen, zerkleinerten Majoran zugeben, 30 Minuten beständig im warmen Wasserbad rühren. Achtung: Die Butter darf nicht sieden. Dann die Masse durch ein Tuch streichen, 5 Tropfen Majoranöl (Apotheke) zugeben und erkalten lassen. Butter dünn über der Oberlippe aufstreichen. Sie ist bis zu einem Jahr im Kühlschrank haltbar.
Zur täglichen Behandlung gut geeignet und sehr verträglich sind Nasentropfen mit Kochsalz: 1 Prise Salz in 100ml abgekochtem Wasser auflösen. Mit einer Pipette zwei bis drei Tropfen bis zu viermal täglich in jedes Nasenloch träufeln - wirkt abschwellend. Die Tropfen halten gekühlt bis zu fünf Tage.
Speziell für Eltern eignen sich Nasenduschen mit Kochsalzlösung. Sie lassen die Schleimhaut abschwellen, befeuchten und unterstützen den Abtransport des Sekrets.
Auch wenn die Kinder sich schwer krank und matt fühlen - Fieber ist an sich ein gutes Zeichen. Denn das Immunsystem wehrt sich mit erhöhter Betriebstemperatur gegen Krankheitskeime: Sie werden bei über 38,5 Grad vernichtet und regelrecht „ausgeschwitzt“.
10. Lindenblüten-Tee bei Fieber
Ein Mix aus Lindenblütentee und Holundersaft unterstützt diesen Prozess: 1EL getrocknete Lindenblüten mit kochendem Wasser übergießen, fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. 1TL Holundersaft dazugeben. Alle Stunde eine Tasse Tee möglichst warm trinken, aber bitte nicht anwenden, wenn ihr Kind schlapp ist und einen langsamen Puls hat.
Kleiner Tipp für Erwachsene: Fieber geht häufig mit Gliederschmerzen und Kopfdruck einher. Reiben Sie die betroffenen Stellen vorsichtig mit „Klosterfrau Melissengeist“ ein, das kann Abhilfe schaffen. Achten Sie dabei darauf, dass das Mittel nicht in die Augen gelangt - die ätherischen Öle können zu Reizungen
führen.
11. Waschungen
Steigt das Fieber bis auf 39 Grad, können Sie durch Abwaschungen die Körpertemperatur um ein Grad absenken, weil Verdunstungskälte die Wärme aus dem Körper ableitet: 25 Grad warmes Wasser mit dem Saft einer Zitrone oder 1EL Essig mischen.
Waschlappen eintauchen, gut auswringen. Dann den Körper rasch abreiben: Hände und Arme, Füße und Beine, Bauch und Rücken - immer in Richtung Herz. Ohne abzutrocknen den Schlafanzug anziehen und ab ins warme Bett, das eventuell schon mit einer Wärmflasche „vorgeheizt“ ist. So umsorgt und gepflegt, fühlt sich Ihr Kind kuschelig wohl - und wird bestimmt bald wieder gesund sein.

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