Bei leichten Symptomen können schon antiallergische Nasensprays und Augentropfen hilfreich sein, schwere sind mit Medikamenten in der Regel in den Griff zu bekommen. So genannte Antihistaminika unterdrücken beispielsweise die allergische Reaktion zuverlässig. Allerdings rufen die Präparate unter Umständen Nebenwirkungen wie etwa Müdigkeit hervor. Über die richtige Therapien sollte man sich in jedem Fall mit dem Kinder- und Jugendarzt oder einem Allergologen beraten.
Nachteil aller Behandlungsmöglichkeiten von Heuschnupfen: Seit der Gesundheitsreform müssen Eltern für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr rezeptfreie Medikamente aus eigener Tasche bezahlen - für Susanne Berger vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte eine unzumutbare Belastung von Familien, „gerade wenn mehrere Kinder betroffen sind, darf das eigentlich nicht sein“.
Wenn Eltern wissen, auf welche Pollen ihr Kind allergisch reagiert, empfiehlt sich die Alltagsplanung nach dem Pollenflugkalender aus der Apotheke oder vom Kinder- und Jugendarzt. Der Plan informiert darüber, in welchen Wochen des Jahres welche Pollen fliegen - grundsätzlich zumindest. Tagesaktuelle Pollenflugvorhersagen gibt's dagegen unter www.wetteronline.de (auf „Pollen“ klicken), auch viele Radiosender geben lokale Pollenflugwarnungen aus.
Am frühen Morgen sind die meisten Pollen unterwegs. Deshalb: Türen und Fenster während dieser Zeit geschlossen halten oder Pollen- bzw. Fliegenschutzgitter verwenden. Um so wenig Pollen wie möglich ins Kinderzimmer mitzunehmen, sollten kleine Allergiker ihre Sachen abends schon davor ausziehen und vorm Schlafengehen duschen und die Haare waschen.
Übrigens: Am besten haben es Heuschnupfen-Geplagte in Deutschland auf der Nordseeinsel Helgoland. Hier gibt's keine Wälder und Felder, keine Birken und Erlen - deshalb gilt das felsige Eiland als allergenärmster Ort Deutschlands!
Beste Aussichten, den Heuschnupfen wieder loszuwerden, bietet die so genannte Hyposensibilisierung. Bei dieser Art Schutzimpfung werden die Wirkstoffe der Pollen in regelmäßigen Abständen und in stetig gesteigerter Dosis unter die Haut gespritzt, bis das Immunsystem gelernt hat, die Pollen nicht mehr als Feinde zu betrachten.
Diese Behandlung ist zwar langwierig (sie dauert mindestens drei Jahre), ist aber bei 90 Prozent der Patienten erfolgreich - und in Anbetracht der Tatsache, dass man sich jahrzehntelanges Heuschnupfen-Leiden erspart, die Mühe wert. Kinder können ab etwa acht Jahren damit beginnen.

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