Immer mehr Kinder erkranken an Heuschnupfen. Zurzeit sind etwa 18 Prozent aller Neun- bis Zehnjährigen betroffen, das typische Alter für den Ausbruch ist die Grundschulzeit. Doch zeigen schon manche Fünf- bis Sechsjährige Anzeichen der Pollenallergie.
Kinder leiden naturgemäß sehr unter dem Heuschnupfen, da sie während des Pollenflugs ihren Bewegungsdrang nicht ausleben können und in ihrer Freizeitgestaltung stark eingeschränkt sind.
Außerdem reagieren sie auf starke Beschwerden viel gefühlsbetonter als Ewachsene, sind entsprechend unruhig und können sich auch in der Schule nur schwer konzentrieren. Das erfordert viel Verständnis von Lehrern und Eltern.
Die klassischen Heuschnupfensymptome wie Niesen und Augenjucken sind zwar lästig, aber nicht gefährlich. Bei 20 bis 30 Prozent der Betroffenen kann es mit der Zeit aber zu einer gefährlichen Komplikation kommen: Die Allergie verlagert sich möglicherweise von den oberen auf die unteren Atemwege, aus dem Heuschnupfen entwickelt sich ein allergisches Asthma. Man nennt das den „Etagenwechsel“ der Allergie. Um ihn zu verhindern, sollten Eltern den Heuschnupfen ihres Kindes deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen und auf jeden Fall behandeln lassen.
Bestätigt eine Blutuntersuchung durch Kinder- und Jugendarzt oder Allergologe den Verdacht, muss ermittelt werden, welche Pollenart oder -arten den Heuschnupfen auslösen. Das offenbart der so genannte Prick-Test (von engl. to prick = piken). Dabei werden die Reizstoffe der Pollen in Wasser gelöst auf kleine Kratzer am Unterarm des kleinen Patienten aufgetragen. Jene Stellen, die nach etwa 20 Minuten gerötet oder angeschwollen sind oder jucken, entlarven die allergieauslösenden Pollen.

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