Kinderkrankheiten heilen mit Osteopathie: Was sich hinter Osteopathie verbrigt
Begründer der Lehre von den „heilenden Händen“ ist Andrew Taylor Still (1828-1917). Der Arzt aus dem US-Staat Missouri suchte nach neuen Wegen in der Medizin, nachdem er tatenlos zusehen musste, wie drei seiner Kinder an Rückenmarkshaut-Entzündung starben. Still begann mit der Analyse von Muskeln, Sehnen und deren Mechanik - und erkannte, dass er durch sanften Druck seiner Hände Selbstheilungskräfte im Körper aktivieren kann, die Spannungen lösen und sogar Krankheitssymptome beseitigen.
„Still entwickelte ein mechanisches Bild des Körpers, ähnlich einem Uhrwerk, bei dem alles in Bewegung ist und miteinander zusammenhängt“, erklärt der Fachautor Christoph Newiger in seinem Osteopathie-Standardwerk (siehe Buchtipps). Den Namen Osteopathie bildete Still aus den griechischen Worten osteon (Knochen) und pathos (Leiden). Seine neue Behandlungsform sprach sich schnell herum: Bald hatte Sill mehr Patienten, als er behandeln konnte. 1892 gründete er die „American School of Osteopathy“ und gab seine Lehre an viele Studenten weiter.

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