
Viele Eltern und Kinderärzte berichten, dass eine zu rasche antibiotische Abkürzung des normalen Krankheitsverlaufes bei Scharlach häufig zu Rückfällen führt. Es dauert dann nicht lange, und die Kinder erkranken erneut an einer Infektion mit einem anderen Streptokokken-Toxin, während sich nach erfolgreich überwundener Scharlacherkrankung die Kinder gesünder und gestärkt weiterentwickeln.
Daraus lässt sich folgern, dass der Krankheitsverlauf dieser Kinderkrankheit der Versuch einer Kurskorrektur ist:
Denn die eigentliche Ursache von Scharlach sind nicht die Bakterien, die merkwürdigerweise bestimmte Kinder nie krank machen. Es ist vielmehr das geschilderte Ungleichgewicht der kindlichen Entwicklung, das korrigiert werden möchte.
Wenn man bei Scharlach nun rasch Antibiotika verabreicht, wofür es gute Argumente gibt – etwa wenn die Eltern keine Zeit haben, das Kind zu Hause entsprechend lange zu pflegen –, dann muss man auf anderem Wege versuchen, der Botschaft der Erkrankung Rechnung zu tragen: Zum Beispiel, indem man sozial und intellektuell entlastende Maßnahmen ergreift, Spiel und Bewegung fördert, für ausreichend Schlaf sorgt – und klare Grenzen setzt, damit sich das Kind oder der Jugendliche nicht weiter selbst überfordert.
In der Blutbahn entstehen so genannte Immunkomplexe, die aus Giftstoffen und den gegen sie gerichteten Antikörpern bestehen. Wenn die Krankheit richtig verläuft und entsprechend unterstützt wird, fängt der Organismus die Giftstoffe ab und scheidet sie über den für Scharlach typischen Hautausschlag aus. Die ebenfalls typische Halsentzündung und der Hautausschlag zeigen also an, dass sich der Organismus gegen eine nach Innen vordringende Vergiftung wehrt.
Gehen Sie bei Verdacht auf Scharlach immer zum Arzt. Wenn Sie sich trotz Scharlach gegen eine Antibiotika-Therapie entscheiden, muss der Arzt den Krankheitsverlauf eng begleiten. Treten Komplikationen auf, können Antibiotika zum Schutz des Kindes unerlässlich sein.
Denn die eigentliche Ursache der Krankheit sind nicht die Bakterien, die merkwürdigerweise bestimmte Kinder nie krank machen. Es ist vielmehr das geschilderte Ungleichgewicht der kindlichen Entwicklung, das korrigiert werden möchte. Wenn man nun rasch Antibiotika verabreicht, wofür es gute Argumente gibt – etwa wenn die Eltern keine Zeit haben, das Kind zu Hause entsprechend lange zu pflegen –, dann muss man auf anderem Wege versuchen, der Botschaft der Erkrankung Rechnung zu tragen: Zum Beispiel, indem man sozial und intellektuell entlastende Maßnahmen ergreift, Spiel und Bewegung fördert, für ausreichend Schlaf sorgt – und klare Grenzen setzt, damit sich das Kind oder der Jugendliche nicht weiter selbst überfordert.
In der Blutbahn entstehen so genannte Immunkomplexe, die aus Giftstoffen und den gegen sie gerichteten Antikörpern bestehen. Wenn die Krankheit richtig verläuft und entsprechend unterstützt wird, fängt der Organismus die Giftstoffe ab und scheidet sie über den für Scharlach typischen Hautausschlag aus. Die ebenfalls typische Halsentzündung und der Hautausschlag zeigen also an, dass sich der Organismus gegen eine nach Innen vordringende Vergiftung wehrt.
© Dr. med Jan Vagedes, Georg Soldner: Das Kinder-Gesundheitsbuch, 416 S., 29,90 € (UVP), ISBN 9783833804168.

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