Kinder und Gesundheit: Viele Lebensmittelpackungen locken mit buntem Design. Wichtiger aber ist ein Blick auf die Zutatenliste - sie verrät welche Zusatzstoffe in Lebensmitteln stecken
Tricks auf der Zutatenliste - Kinder und Gesundheit
Da ist zunächst der Zuckergehalt. Um den herauszufinden, brauchen Eltern allerdings eine gehörige Portion detektivischen Spürsinn, denn viele Lebensmittelhersteller betreiben beim Begriff Zucker ein geschicktes Versteckspiel. Glucose, Saccharose, Fructose, Maltose - jede Art wird einzeln aufgeführt, und so muss der werbeunwirksame Begriff „Zucker“ nicht ganz nach oben auf die Zutatenliste, wo er eigentlich hingehört.
Von diesen Tricks gibt es noch einige. Zum Beispiel den immer häufiger zu findenden Hinweis: „Ohne Zusatz von Kristallzucker“. Wer glaubt, in der so ausgezeichneten Packung befinde sich kein Zucker, irrt. Statt gewöhnlichen Zuckers in Kristallform wird mit Fruchtzucker (Fructose) gesüßt - und nicht etwa mit Früchten.
„Irreführende Werbung“ urteilte jüngst das Oberlandesgericht Wien und untersagte einem Milchprodukte-Hersteller, in Österreich weiter so zu werben. In Deutschland ist das nach wie vor erlaubt.
Kalorienfreie Süßungsmittel sind da leider auch keine Alternative. Silke Schwartau: „Süßstoffe sind für Kinder problematisch.“ Durch ihr geringes Körpergewicht nehmen sie schnell mehr auf, als gut für sie ist. Manchmal reicht dafür schon ein Glas eines Getränks mit Süßstoff.

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