Internationaler Kindertag: Kinder haben Rechte

Am 1. Juni wird der Internationale Kindertag gefeiert. Ein bisschen verwirrend, denn am 20. September findet der Weltkindertag statt. Beide Tage haben aber ein und dasselbe ein Ziel: Die Rechte von Kindern in den Mittelpunkt zu stellen.


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1. Juni: Internationaler Kindertag



Alle Kinder haben die gleichen Rechte


In über 30 Ländern, darunter auch China und die USA, werden am 1. Juni zum Internationalen Kindertag die Rechte der Kinder am 1. Juni gefeiert. 1950 wurde der Internationale Kindertag auch in der DDR eingeführt und lässt die Kinder mit Geschenken von den Eltern und Umzügen in Schulen und Kindereinrichtungen hochleben. Der Internationale Kindertag wurzelt in der Genfer Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder, die im August 1925 stattfand. Auch nach der Wiedervereinigung feiern die Menschen in den neuen Bundesländern noch den Internationalen Kindertag.

Offiziell aber hält sich Deutschland an den Weltkindertag , der 1954 vom Kinderhilfswerk UNICEF ins Leben gerufen wurde und am 20. November gefeiert wird. Weil an diesem Tag die UNO-Generalversammlung zunächst 1959 eine Erklärung der Kinderrechte verabschiedete und 30 Jahre später 1989 an diesem Tag die Kinderrechtskonvention unterschrieb.

Seit der Wiedervereinigung von Ost und West werden deutschlandweit beide Feste gefeiert. In vielen Städten und Gemeinden gibt es ein abwechslungsreiches Programm für Kinder und Familien. "Der Kindertag ist ein schöner Anlass, Kinder-Wünsche in die Tat umzusetzen und nachzuholen, was im Alltag manchmal zu kurz kommt", so Simone Linden, Geschäftsführerin des Mehr Zeit für Kinder e.V.. Neben Spaß und Unterhaltung gehören zum Kindertag aber auch Infostände und Aktionen, die über das Thema informieren, das im Mittelpunkt steht: Die Rechte von Kindern.
Die UN-Kinderrechtskonvention steht auf drei Beinen
Am Internationalen Kindertag (1. Juni) und am Weltkindertag (20. September) soll auf die Rechte der Kinder aufmerksam gemacht werden.

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Definiert und zusammengefasst wurden die Rechte der Kinder in der UN-Kinderrechtskonvention. Sie fußt auf drei Säulen: Das Recht auf Schutz, das Recht auf Förderung der Entwicklung und das Recht auf Beteiligung. Kinder sollen sich beteiligen und dieses Beteiligen soll nicht vom guten Willen Einzelner abhängen. Das steht seit 1989 in Artikel 12 der Kinderrechtskonvention: ˈDie Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigt die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.ˈ
Demokratie beinhaltet Kinderbeteiligung
Der Erwachsene soll das Kind seiner Reife entsprechend als kompetente Persönlichkeit wahrnehmen und seine Vorstellungen und Interessen gelten lassen. ˈWir sind davon überzeugt, dass die Beteiligung von Kindern ein zentraler Wert einer demokratischen Gesellschaft ist. ˈ, erklärt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Die Rechte aller Kinder (Kurzform)
  • Recht auf Gleichbehandlung
  • Recht auf Leben und persönliche Entwicklung
  • Achtung vor der Meinung und dem Willen des Kindes
  • Rechte auf Gesundheitsversorgung, Bildung, angemessene Lebensbedingungen, Ernährung und Kleidung, eine menschenwürdige Wohnung und auf soziale Sicherheit
  • Recht auf Schutz vor körperlicher oder seelischer Gewaltanwendung, vor Misshandlung oder Verwahrlosung, grausamer oder erniedrigender Behandlung und Folter, vor sexuellem Missbrauch, wirtschaftlicher oder sexueller Ausbeutung oder auch auf Schutz vor Drogen
  • Kinder haben ein Recht auf freie Meinungsäußerung und auf freien Zugang zu Informationen und Medien

Weitere Informationen zum Weltkindertag unter www.weltkindertag.de.
Weitere Informationen zum Internationalen Kindertag unter www.kindertag.net.




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