Diese Kinder sind Superhelden – und das im doppelten Sinn

Fotograf Josh Rossi verwandelt mutige kleine Kinder in große Superhelden.
 


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden
Superhelden lehren uns, dass Superkräfte in ganz verschiedenen Formen daher kommen: Mutig wie Wonder Woman, schnell wie The Flash, stark wie Superman. Sie lehren uns aber auch: Man braucht gar keine Superkräfte, um ein Held zu sein – wie es Batman oder Iron Man beweisen. Ein Held ist der, der mutig ist und Kampfgeist zeigt. Wie die vielen kleinen Mädchen und Jungen, die Krankheiten wie Krebs oder Leukämie bekämpfen. Denn diese Kinder zeigen uns, was wahrhaft heldenhaft ist. Fotograf Josh Rossi wollte sechs kleinen Helden klarmachen, wie heldenhaft sie wirklich sind und hat sie deswegen in seinen Fotos zu wortwörtlichen Superhelden gemacht.

Unsere Schwächen machen uns stark


Auf die Idee ist der Fotograf gekommen, als er letztes Jahr ein Wonder-Woman-Fotoshooting für den dritten Geburtstag seiner Tochter auf die Beine gestellt hat.




Für sein Justice-League-Fotoshooting wollte Josh Rossi nun die in den Mittelpunkt stellen, die sich selber vielleicht gar nicht als starke Kämpfer sehen, es aber allemal sind. Kinder, die durch die Hölle und zurück sind und echte übermenschliche Kräfte demonstriert haben. Gemeinsam mit seiner Frau Roxana und der Kostümbildnerin Julie Whiteley hat der Fotograf ein episches Fotoshooting für sechs kranke Kinder organisiert, um ihnen und der Welt zu zeigen, welch unglaubliche innere Stärke sie besitzen.



Josh erzählt: "Obwohl die meisten von ihnen gerade erst Chemotherapie oder Strahlenbehandlungen hinter sich hatten, waren [die Kinder] glücklich und aufgeregt am Fotoshooting teilzunehmen. Sie haben sich nie beklagt und haben alle Posen eingenommen, die ich für sie vorbereitet hatte. Es war beeindruckend, diese kleinen starken Menschen zu fotografieren."

Besonders schön an Joshs Idee ist, dass er die Superheldenrollen an die Geschichte und Erfahrungen seiner kleinen Models angepasst hat.


So zum Beispiel bei Teagan, der einen phänomenalen Superman abgibt. Comic-Fans wissen: Supermans Herz wird schwächer, wenn er in die Nähe von Kryptonit kommt. Teagan wurde mit einem halben Herzen geboren und wartet auf eine Herztransplantation. Er hatte bereits drei Operationen am offenen Herzen und wird bald noch mehr brauchen. Wie Superman ist Teagan aber ein Kämpfer, der es mit allem aufnehmen kann.



Der fünfjährige Simon leidet an einer seltenen Form von Nervenkrebs namens Neuroblastom. Sein Lieblingssuperheld ist Batman, „weil er reich ist“. Na, wer so gewitzt wie Simon ist und so jung schon weiß, wo es lang geht, der kann ja nur den dunklen Ritter und inoffiziellen Anführer der Justice League verkörpern.

Weitere Teammitglieder der Superheldentruppe sind:



Sofie, die die Rolle der Wonder Woman von Joshs Tochter übernommen hat und die typische Pose von Wonder Woman zusammen mit ihrer kleinen Vorgängerin schon einstudiert hat.

Kayden, der von klein auf mit Beinprothesen das Laufen gelernt hat und den Superhelden Cyborg darstellt.

• Der zweijährige Mataese, der kurz vor dem Fotoshooting einen Zyklus Chemotherapie hinter sich gebracht hatte und all seine Kraft in seine Darstellung des famosen Aquaman gesteckt hat.

Zaiden, der dank einer schweren Form von ADHS, nicht stillsitzen kann – und das als schnellster Mann der Welt – The Flash – auch nicht muss.
 
Zusammen sind die kleinen Helden die Justice League und erzählen eine Geschichte voller Herausforderungen, Leid und Schmerzen, aber vor allem auch voller Mut, Stärke und Entschlossenheit.


von Nicole Metz




mehr zum Thema
digital
Artikel kommentieren
Login
Kommentare