Kinder, die in diesem Monat geboren wurden, sind besser in der Schule

Eine Studie soll zeigen, dass Kinder, die im September geboren wurden, bessere Leistungen in der Schule vorweisen können.


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Sind Kinder, die im September geboren wurden, klüger?

September: Der Geburtsmonat für kluge Köpfe?


© iStock
Ihr Kind ist im September auf die Welt gekommen? Glückwunsch! Denn laut verschiedener Websites haben Forscher herausgefunden, dass Kinder mit diesem Geburtsmonat nicht nur bessere Noten bekommen, sondern sich nach der Einschulung auch besser im schulischen Umfeld zurechtfinden. Und nicht nur das: Kinder, die im September geboren wurden, besuchen auch häufiger (renommierte) Universitäten und schließen diese mit einem Abschluss ab.

Die Forscher berücksichtigten dabei die verschiedensten sozioökonomischen Faktoren, die Einfluss auf die schulische Bildung eines Kindes nehmen könnten – beispielsweise Wohlstand, Ethnizität oder familiäre Verhältnisse – und kamen zu dem Ergebnis, dass das Geburtsdatum trotz anderer wichtiger Faktoren häufig einen Einfluss auf die Leistungen der Kinder genommen hat. Aber warum? Was ist so besonders an September-Kindern? 

Bessere Entwicklung


Ein genauerer Blick in die Studie verrät: Es ist nicht der September, der als Geburtsmonat unbedingt ausschlaggebend ist, sondern der Zeitpunkt der Einschulung. In ihrer Studie „School starting age and cognitive developement“ haben die Forscher Kinder mit einem September-Geburtstag gewählt, weil diese meist erst ein Jahr später, also mit (fast schon) sieben Jahren eingeschult werden, im Gegensatz zu Kindern, die beispielsweise im August geboren sind und deswegen mit knapp sechs Jahren schon die Schule besuchen müssen. Es geht also nicht so sehr um den Geburtsmonat des Kindes, der es für einen guten Schulstart prädestiniert, sondern eher um die Tatsache, dass Kinder, die im September oder Oktober geboren werden, oft ein Jahr später eingeschult werden und deswegen bei der Einschulung schon etwas älter und reifer sind als ihre Mitschüler.

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Dieses Gefühl der Reife trägt dazu bei, dass die Kinder sich nicht nur anfangs in der Schule leichter tun, sondern dass sie auch selbstbewusster ans Leben herangehen. Andererseits fühlen sich Kinder, die sehr jung eingeschult worden sind, oft unter Druck gesetzt, mit den älteren Kindern mithalten zu müssen. Oft sind sie in ihrer Entwicklung einfach noch nicht so weit – das Gefühl des „Aufholenmüssens“ wird so ihr ständiger Begleiter und wirkt sich in vielen Fällen negativ auf die Entwicklung und das Selbstwertgefühl der jungen Kinder aus.

Die Wissenschaftler untersuchten die kognitiven Leistungen von über 1,2 Millionen Schulkindern aus Florida. Dabei verglichen sie im Besonderen September- und August-Kinder – deswegen auch die Schlagzeile der besonders klugen September-Kinder. In der Tat zeigen ihre Untersuchungen, dass September-Kinder nicht nur weniger Probleme bei der Anpassung haben, sondern auch, dass sie viel seltener eine Klasse wiederholen mussten als ihre August-Mitschüler.

Alles in allem zeigen die Ergebnisse der Studie, dass eine Zurückstellung der Einschulung Kindern durchaus gut tun kann – vor allem sogenannten Kann-Kindern, die kurz nach dem Stichtag für die Einschulung Geburtstag haben und deswegen die Schule besuchen können, aber noch nicht müssen.

von Nicole Metz




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