Kinder und Scientology

Mit der Trennung von Katie Holmes (33) und Tom Cruise (50) geraten die bizarren Erziehungsmethoden von Kindern bei Scientology ins öffentliche Interesse. Durch sogenannte "Auditings" sollen bereits Kinder im Grundschulalter von Scientology überzeugt werden.


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Katie Holmes, Suri Holmes, Tom Cruise

Medienberichten zufolge trennte sich Katie Holmes von Tom Cruise, um ihre kleine Tochter Suri (6) vor Scientology zu schützen. Foto: Getty Images


Das Hollywood-Traumpaar Tom Cruise und Katie Holmes hat sich getrennt. Die wahren Gründe sind noch unbekannt. Doch es wird gemunkelt, dass Katie Holmes ihre Tochter Suri vor den befremdlichen Manipulationsmethoden der Scientology schützen möchte und deshalb die Scheidung von Tom Cruise eingereicht hat. Die kleine Suri ist zwar erst sechs Jahre alt. Doch im Sinne der Scientology-Sekte, deren Anhänger Tom Cruise unverhohlen angibt zu sein, wird Suri bereits als "Kadett" angesehen. 

Ab 6 Jahren sind Kinder bei Scientology keine "Babys" mehr

Wie Scientology selbst kundtut, gibt es keine Altersbeschränkung für eine Mitgliedschaft. Kinder unter 18 Jahren bräuchten die schriftliche Erlaubnis der Eltern, um an den "Diensten" von Scientology teilzunehmen, so heißt es auf der deutschen Scientology-Website. Neben speziell auf Kinder zugeschnittenen Kursen und Lernprogrammen ist auch bekannt, dass Scientology-Familien von "Scientology-Nannys" betreut werden. Allerdings gelten Kinder unter sechs Jahren bei Scientology noch als "Babys". In diesem Alter spielen sie für die Machenschaften der Scientology-Kirche eine relativ geringe Rolle.  Ab einem Alter von sechs Jahren werden Kinder im Sinne der Scientology jedoch zu sogenannten "Kadetten", die bereits "Auditings" unterzogen werden können.

Katie Holmes, Suri Cruise

Katie Holmes muss jetzt um ihre Tochter kämpfen. Nicht nur Tom Cruise selbst sondern auch die Scientology hat verstärktes Interesse daran, dass der Vater das Sorgerecht für Suri erhält. Foto: Getty Images


Mit "Auditings" zur gezielten Manipulation "Auditings" sind zielgerichtete Befragungen, die Menschen in den Zustand "clear" (engl. für klar, einsichtig) versetzen sollen. Fragen wie "Wurde dir jemals verboten, etwas zu erzählen?" bis hin zu "Hast du jemals etwas getan, für das du dich sehr geschämt hast?" werden von Scientologen bei "Auditings" mit Kindern gestellt. Kinder sind leicht zu beeinflussen, deshalb sind junge Mitglieder spätestens im Alter von sechs Jahren durchaus eine attraktive Beute für die Scientology. "Kinder sind keine Hunde" "Kinder sind keine Hunde. Sie können nicht wie Hunde dressiert werden. Sie sind keine kontrollierbaren Gegenstände. Sie sind - lassen Sie uns diesen Punkt nicht übersehen - Männer und Frauen. Ein Kind ist nicht eine besondere Art von Tier, die sich vom Menschen unterscheidet. Ein Kind ist ein Mann oder eine Frau, der oder die noch nicht zur vollen Größe herangewachsen ist." So definierte Scientology-Gründer L. Ron Hubbard († 1986) in einem Vorwort zur Publikation "Kinder-Dianetik" Kinder im Sinne von Scientology. Stöckelschuhe und Make-up wie die Großen Kinder werden bei Scientology also wie "kleine Erwachsene" behandelt. Immer wieder schockierte auch die kleine Suri mit Stöckelschuhen, geschminkten Augen und Lippenstift das geneigte Klatschspalten-Publikum. Bereits im zarten Alter von vier Jahren soll sie im Besitz einer eigenen Kreditkarte gewesen sein; angeblich damit sie den richtigen Umgang mit Geld erlerne. Bleibt zu hoffen, dass die kleine Dame nach der Scheidung ihrer Eltern endlich Kind sein darf.



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