Kinderfragen zu Weihnachten

"Mama, wieso gibt es so viele Nikoläuse?" "Bestellt das Christkind auch im Internet?"
Kinderfragen rund um Weihnachten sind manchmal ganz schön kniffelig. Wir haben uns auf die Suche nach kindgerechten Antworten gemacht.


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Weihnachten hat viel mit alten Traditionen zu tun – und aus diesem Grund wird überall ein bisschen anders gefeiert. Bei uns gehören wahlweise das Christkind oder der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten, eine geschmückte Tanne und hoffentlich auch ein bisschen Schnee zum Weihnachtsfest dazu – das ist auf der anderen Seite der Erde natürlich ganz anders, dort ist Weihnachten ein Sommerfest. Der Norden Deutschlands hat andere Rituale als der Süden – und bei den Nachbarn wird Weihnachten ganz anders zelebriert als bei einem selbst. Alles sehr geheimnisvoll! Genau diesen Zauber lieben Kinder. Und deshalb müssen Antworten auf Fragen rund um Weihnachten nicht unbedingt total stimmig und logisch nachvollziehbar sein. Wir haben uns auf die Suche nach kindgerechten Antworten auf die vielen Fragen von Kindern rund um Weihnachten gemacht:

Christkind oder Weihnachtsmann - wer kommt bei Ihnen?


© Thinkstock

„Wieso kommt bei uns das Christkind, beim Jonas aber der Weihnachtsmann?“
Die Frage, wer eigentlich die Geschenke bringt, kann Eltern ganz schön in Verlegenheit bringen. Erstmal für Sie als Hintergrundwissen: Das Christkind ist eine Erfindung von Martin Luther. Es bringt als Symbolfigur des Schenkens am Heiligen Abend die Geschenke. Die Protestanten distanzierten sich damit von den vielen Heiligen der katholischen Kirche, und damit auch vom Nikolaus. Nach und nach übernahmen die Katholiken die Christkind-Tradition. Den Nikolaus als alten Mann im rot-weißen Mantel mit weißem Rauschebart hat Coca Cola erfunden, und zwar vor gut 80 Jahren. Der Weihnachtsmann wie wir ihn heute kennen ist eine Mischung aus Nikolaus und der Werbefigur Santa Claus. Er legt am 6. Dezember Kleinigkeiten in die Stiefel, an Weihnachten ist er für die größeren Gaben zuständig. Traditionell kommt im Süden, Südwesten und Westen Deutschlands meist das Christkind, im Norden, im Osten und in der Mitte liegt der Zuständigkeitsbereich des Weihnachtsmanns.

Kinder haben sicher vollstes Verständnis, wenn man ihnen erklärt, dass sich der Weihnachtmann und das Christkind den Job teilen. Schließlich gibt’s ja sooo viele Kinder, die sich an Weihnachten Geschenke wünschen.


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„Der Tim hat gesagt, den Weihnachtsmann gibt es nicht wirklich! Stimmt das!“
Hier wären wir auch gleich bei einer der schwierigsten Fragen. Wir gestehen: Gesehen haben auch wir weder Christkind noch Nikolaus. Eine Antwort wie „das Christkind bringt nur Kindern Geschenke, die auch daran glauben – bei den anderen Kindern übernehmen das wohl oder übel die Eltern“ hilft Ihrem Kind vielleicht, das Geheimnis um die Herkunft der Geschenke noch ein bisschen genießen zu können. Sie können auch fragen „Und Du, glaubst Du an das Christkind?“ So hat Ihr Kind die Möglichkeit, in der Welt des Geheimnisvollen Zuflucht zu suchen. Bei jüngeren Kindern können Sie auch ein bisschen Glitter im Flur verteilen – als Beweis, dass es wirklich da war.


„Ist das Christkind Jesus Christus?“
Mit dem Christkind ist nicht Jesus Christ gemeint – auch wenn die Namensähnlichkeit die Vermutung nahe legt. Das Christkind soll einer der Engel sein, die bei Jesu Geburt an der Krippe waren. Und heute bringt es am 24. Dezember am Abend Geschenke. Wenn man ganz leise ist, kann man ein leises Glöckchen hören. Das ist das Zeichen: Das Christkind war da!

„Wie sieht das Christkind aus?“
Bilder vom Weihnachtsmann gibt es viele. Da ist klar: Der Mantel ist rot, der Bart ist weiß, der Weihnachtsmann ist ein alter Mann. Das Christkind wird unterschiedlich dargestellt – aber allermeist als Engel oder als Mädchen. Aber da es noch keiner gesehen hat, darf sich jeder das Christkind vorstellen, wie er möchte.


Wunschzettel


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„Woher weiß das Christkind, was ich mir wünsche?“

Das Christkind und der Weihnachtsmann freuen sich über Wunschzettel in Briefform. Die können Kinder per Post direkt an die beiden schicken. Oder einfach vor die Tür legen, vielleicht mit ein, zwei Plätzchen als Wegzehrung – das Christkind holt die Kinderwünsche dann in der Nacht ab.
Hier verraten wir Ihnen, wo Weihnachtsmann und Christkind wohnen:
Weihnachtsmann: 21709 Himmelpforten
Christkind: 51777 Engelskirchen


Kinderfragen zu Weihnachten: Weihnachtsmann


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"Kommt der Weihnachtsmann auch zu Kindern in anderen Ländern?"
In allen christlichen Ländern wird Weihnachten gefeiert – allerdings überall ein bisschen anders. In Italien beispielsweise bringt die Hexe Befana am 6. Januar die Geschenke. In Australien, wo Weihnachten mitten in den Sommer fällt, heißt der Weihnachtsmann Santa Claus. Er kommt – logisch – nicht im dicken Wintermantel, sondern eher in der Badeshorts. Weihnachten wird hier eher als geselliges Fest mit Musikbands am Strand gefeiert. Und so hat jedes Land seine eigenen Rituale und Traditionen.

„Wieso stellen wir uns einen Tannenbaum ins Zimmer?“
Der Brauch, sich an Weihnachten einen Nadelbaum in die Wohnung zu stellen, geht auf die alten Germanen zurück. Die glaubten, dass in den Bäumen gute Geister hausten, die Glück bringen. Den Christen gefiel die Idee, die Tradition des Weihnachtsbaums entstand. Vor etwa 500 Jahren gab es die ersten Weihnachtsbäume, die ungefähr so aussahen wie unsere heutigen. Nur hingen damals eher Äpfel und Naschwerk an den Zweigen als Kugeln und Kerzen. Nach und nach hat sich der Weihnachtsbaum auf der ganzen Welt verbreitet. Selbst in asiatischen Ländern, die kein Weihnachtsfest in unserem Sinne feiern, hat der Weihnachtsbaum als christlicher Exportschlager Einzug gehalten.



„Warum feiern wir an Weihnachten die Geburt von Jesus – und wir bekommen die Geschenke?“
Zugeben, auch diese Kinderfrage ist gut! Die Erklärung aber ganz einfach: Als Jesus geboren wurde, haben sich die drei Könige aufgemacht, ihn zu suchen. Weil er ein ganz besonderes Kind war, brachten sie ihm zu Ehren Geschenke mit. Und diese Tradition lebt heute weiter. Deshalb bringen Weihnachtsmann und Christkind auch nur den Kindern Geschenke. Die Erwachsenen beschenken sich selbst gegenseitig.

"Wo wohnen eigentlich Christkind und Weihnachtsmann?"
Der Weihnachtsmann wohnt ganz weit im Norden, wo’s bitterkalt ist. Er kommt mit seinen Rentieren und Schlitten zu uns Menschen, um uns an Weihnachten zu beschenken. Das Christkind wohnt in einem Schloss in den Wolken, zusammen mit vielen Engeln. In manchen Büchern sind andere Angaben zu finden. Vielleicht, weil einfach keiner so ganz genau weiß, wo die beiden sich das Jahr über aufhalten. Übrigens: Den Weihnachtsmann kann man mit ganz viel Glück zu Gesicht bekommen, das Christkind kommt still und leise – und kann von uns Menschen nicht gesehen werden.


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Am 6. Dezember kommt der Nikolaus und der fragt ja bekanntlich gerne nach einem Lied oder Gedicht. Hier gibt's schöne Nikolaus-Texte!


„Wieso gibt es so viele Nikoläuse?“
Schon ganz kleine Kinder stellen fest: Ab Anfang Dezember wimmelt es überall von Nikoläusen, Weihnachtsmännern und ihnen ähnelnden Wesen. Und komisch: Der Nikolaus im Kindergarten war riesengroß, der im Supermarkt eher klein. Außerdem hatte der einen ganz anderen Bart… Hier gibt es nur eine Erklärung: Der Nikolaus (und der Weihnachtsmann ebenso) hat soooo viele Kinder zu beschenken, da braucht er natürlich Hilfe! Und keiner weiß genau, welches jetzt der richtige Nikolaus ist. Brav sein und ein Gedicht zum Besten geben ist in jedem Fall angebracht!

"Bestellen das Christkind und der Weihnachtsmann die Geschenke auch im Internet?"
Nein! Das Christkind bastelt, werkelt und zaubert mit Hilfe vieler kleiner Engelein Geschenke für brave Kinder. Und der Weihnachtsmann hoch oben im Norden bekommt Hilfe von vielen fleißigen Wichteln. Ihr Kind ist misstrauisch und mutmaßt, dass kein Engel dieser Welt Legosteine herstellen kann? Vielleicht holt sich das Christkind oder wahlweise der Weihnachtsmann auch Geschenke im Spielzeugladen! Und wenn Ihr Kind die vielen Pakete in der Vorweihnachtszeit sehr misstrauisch beäugt, könnte auch das eine Erklärung sein: Das Christkind hat schon mal ein Paket geschickt, damit die Geschenke auch wirklich rechtzeitig da sind. Bei den vielen Kindern, die einen langen Wunschzettel abgegeben haben, weiß man ja nie…

Wie schaffen es Christkind/Weihnachtsmann, in einer Nacht alle Kinder zu beschenken?
Irgendwann kommt der Moment, da fangen Kinder an nachzudenken: Es gibt so viele Kinder auf der Welt – wie kann es das Christkind eigentlich schaffen, dass alle an einem Abend ihre Geschenke bekommen? Irgendwie muss das Christkind wohl zaubern können. Und so ist es auch! Das Christkind ist ein Engel und kann fliegen. Und zwar in Lichtgeschwindigkeit. So schafft es das Christkind allen Kindern in der Nachbarschaft, in ganz Deutschland und ganz Europa zu beschenken. Zum Glück hat es für die anderen Kontinente ein bisschen Zeit. Denn zum Beispiel die amerikanischen Kinder bekommen die Geschenke erst ein paar Stunden später…
Und wie schaut’s mit dem Weihnachtsmann aus? Auch der kann fliegen, logisch! Uns hat die Erklärung in „Tausend Millionen Weihnachtsmänner“ sehr gut gefallen: Früher gab es nur einen Weihnachtsmann, da gab es aber auch noch nicht so viele Menschen. Je mehr Menschen es gibt, umso mehr Weihnachtsmänner gibt es – denn diese teilen sich. Und teilen sich. Und teilen sich. Inzwischen sind die Weihnachtsmänner aber so klein, dass sie die Geschenke nicht mehr transportieren können. Aus diesem Grund flüstern sie in der Weihnachtszeit den Eltern ins Ohr, was sie ihren Kindern schenken sollen.



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