Kindergarten und Kita für unter-3-Jährige

Immer mehr Kindergärten betreuen Kinder unter drei Jahren - für Eltern die Chance, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Was es dabei zu beachten gibt


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Gesetzlicher Anspruch auf Kindergartenplatz


Seit dem 1. August 2013 haben Kinder zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in einer Kinderbetreuung. Zwar wurden am 1. März 2014 schon über 660.000 Kinder unter drei Jahren betreut - das ist ein Anstieg von rund 64.000 Kinder gegenüber dem Vorjahr - doch noch immer stehen der großen Nachfrage kaum genügend Krippenplätze gegenüber. Viele Eltern finden für ihr Baby noch immer keinen Platz in einer öffentlich geförderten Betreuungseinrichtung, obwohl der Kita-Ausbau schnell voranschreitet.


Richtige Kinderbetreuung für Ihr Baby finden

"Die Zahlen zeigen, dass wir hier auf einem guten Weg sind. Aber sie zeigen auch: Wir sind noch nicht am Ziel angekommen. Klar ist, wir brauchen mehr Kitaplätze - und wir brauchen gute Kitaplätze", sagt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. "Wir werden in dieser Legislatur eine Milliarde für den Kita-Ausbau zur Verfügung stellen. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Ganztagesbetreuung und die gesunde Verpflegung. Weitere 400 Millionen Euro werden für die Sprachförderung eingesetzt." Und weitere gute Nachrichten kommen von der Bundesregierung: Sie wird noch in diesem Jahr (2014) die gesetzlichen Grundlagen für den weiteren Ausbau schaffen, so dass auch nach Ausschöpfung der bisherigen vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel ab 2015 weitere Plätze geschaffen werden können.

Dennoch ist die Betreuung der Babys in Kitas, im Kindergarten und Krippen für viele Eltern zunächst mit Unsicherheit und Bedenken verknüpft. Die erste Frage lautet natürlich: Welche Kinder haben überhaupt Chancen auf Betreuung in einer öffentlich geförderten Einrichtung?
Welche Kinder haben eine Chance auf einen Kita-Platz?
"In den meisten Kitas entscheiden soziale Gründe über die Aufnahme eines Kindes“, sagt Kerstin Kohler-Gern, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Immergrün in Freiburg. Der Nachwuchs allein erziehender, berufstätiger oder sich in der Ausbildung befindlicher Mütter hat in der Regel Vorrang. Auch eine schwierige Familiensituation kann die Aufnahme eines Kindes in Krippe oder Kita beschleunigen.

Apropos Krippe: Die Betreuung von unter Dreijährigen in eigens für diese Altersgruppe eingerichteten Kindergärten ist ein Auslaufmodell. Und zwar deshalb, weil die Vorteile altersgemischter Gruppen, in denen Kinder zwischen einem und sechs Jahren im gemeinsamen Spiel soziales Verhalten lernen - etwa das Teilen oder die gegenseitige Rücksichtnahme -, bei weitem überwiegen. Welche öffentlichen Einrichtungen Kinder unter drei Jahren betreuen, ist bei Familienberatungsstellen und Jugendämtern zu erfahren.


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