Zu viele Gäste – Omas, Opas, befreundete Mütter, „Kollegen“ aus der Krabbelgruppe – und die damit verbundene Lautstärke und Unruhe lösen irgendwann Überforderung und Reizüberflutung aus, und dann schlägt die gute Laune schnell in Quengeligkeit um.
Die bekannte Regel „so viele Kindergeburtstags-Gäste wie Lebensjahre“ ist dabei eine ganz gute Richtschnur, ob es nun der bevorzugte Spielkamerad aus der Krabbelgruppe ist oder die Patentante. Mehrere Gäste gleichzeitig einzuladen, überfordert rasch das Konzentrationsvermögen der Kleinen. Daher sollte man die Feierlichkeiten strecken und alle, die man gern einladen möchte, auf verschiedene Termine verteilen.
Grundsätzlich gilt: Der Verzicht auf ein aufwendiges Party-Programm ist der sicherste Weg, Tränen am Kindergeburtstag zu vermeiden. Und auch Eltern sind nun einmal dann am entspanntesten, wenn sie sich durch die Geburtstagsfeier nicht ein Übermaß an zusätzlicher Arbeit aufladen und dadurch womöglich stressen lassen.
Fühlen sich die Eltern wohl, überträgt sich das direkt auf das Baby und sorgt für die gewünschte Harmonie. Und die Eltern sollten nicht vergessen: Das Kind steht im Mittelpunkt und nicht ihre eigenen Vorstellungen, was alles zu einer „perfekten“ Kindergeburtstagsfeier gehört. Das bedeutet, dass man den Ablauf des Tages an den Grundbedürfnissen des Kindes ausrichtet, also Schlafen, Essen und Spielen. „Immer mit der Ruhe“ ist daher das beste Motto für den ersten Jahrestag.
Natürlich haben viele Eltern dennoch den Wunsch, die Kindergeburtstagsfeiern ihres Kindes zu einem kleinen Event zu machen, manche sogar mit professioneller Hilfe. Tipp: Üben Sie sich einfach noch etwas in Geduld, denn dieser Aufwand bringt Ihrem Kind frühestens zum zweiten Geburtstag ein Mehr an Spaß und Freude; für Motto-Partys und dergleichen ist im Kindergarten- und Grundschulalter noch reichlich Zeit.
Wer den ersten Kindergeburtstag aber als einen Moment des Innehaltens und der Konzentration auf das Wesentliche, den Zusammenhalt der Familie, nutzt, hat einfach mehr davon. Denn das schönste Geschenk gibt es ohnehin nicht zu kaufen: Aufmerksamkeit und Zuwendung.
> Märchen
„Der fantastische Mr. Fox“ (Animationsfilm) - ab 13.5 im Kino; FSK: ab 6.
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