Kindern aktiv zuhören

Kindern zuhören will gelernt sein. Mit unseren Tipps gelingt die Kommunikation mit Kindern


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Kommunikation mit Kindern: Kindern aktiv zuhören


Kindern zuhören im Alltag etablieren

Pädagogen mahnen, dass immer weniger Kinder bei ihrer Einschulung in der Lage sind, konzentriert zuzuhören. Was nicht nur den Unterricht stört: Wer seine Ohren auf Durchzug stellt, ist nicht in der Lage, Informationen richtig zu verstehen, sich aktiv an Gesprächen zu beteiligen oder aufmerksam eine Arbeit zu erledigen. Außerdem kann er sich nicht in andere Menschen einfühlen, weil er ihre Gefühle und Befindlichkeiten schlichtweg überhört.
Umgekehrt ist der Erfolg guter Zuhörer erwiesen:
  • Sie lernen leichter lesen und schreiben,
  • sind beliebter bei anderen Kindern und
  • später erfolgreicher im Beruf.
Im Grunde sind Babys schon Meister des Zuhörens. Ihre Eltern bräuchten dieses Talent also nur zu fördern, wie einige Jahre später etwa das Klavierspielen. Fakt ist: Kinder sehen den Sinn im Zuhören nur dann, wenn sie selbst Gehör finden und sich ernst genommen fühlen. Wer viel und gerne mit seinen Kindern spricht, ihre Erlebnisse teilt, mit ihnen diskutiert - wer alles das oft und gerne tut, schafft eine gute Basis. Weil zu jeder guten Beziehung nun mal Reden und Zuhören gehört. Kinder zuhören klingt einfach, so dass Kommunikation mit Kindern nicht schwer sein sollte, oder? Trotzdem macht man gelegentlich die Bekanntschaft von Kindern, die reden wie ein Wasserfall. Ihr ungebremstes Mitteilungsbedürfnis  zeigt deutlich, dass es im Eltern-Alltag immer wieder Stolperfallen geben kann:
  • Stress und Ungeduld: Mir ist schon öfter ein „Nun gebt doch mal Ruhe“ rausgerutscht, wenn Marie ihren Mitteilungsdrang ausleben wollte, während  mir gerade das Spaghettiwasser überkochte. Oder mein Sohn an der Supermarktkasse die Diskussion „Darf ich heute bei Manuel übernachten, und wenn ja, was packe ich alles ein?“ startete, obwohl ich gerade den Inhalt des voll bepackten Einkaufswagens aufs Band schaufelte.
    Tipp: Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es auch ungünstige Zeitpunkte für eine Unterhaltung gibt. Suchen Sie später aber aktiv das Gespräch. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
  • Mangel an Konzentration: Passiert regelmäßig: Papa kommt von der Arbeit, die Kinder stürzen auf ihn zu, und alles, was sie am Tag erlebt haben, sprudelt heraus.
    Tipp: Statt abgespannt mit halbem Ohr zuzuhören und zu hoffen, es möge möglichst bald Ruhe einkehren, hilft nur eines: eine Auszeit erbitten. Nach einer kleinen Pause kann es erfrischt weitergehen.
  • Langeweile: Wer ehrlich ist, gibt es zu: Ich liebe mein Kind, aber manchmal langweilen mich seine Erzählungen. Das ist ganz normal. Kennt man jemanden in seiner Art und Weise zu sprechen genau, ist uns seine Wortwahl, Tonfall und Gestik vertraut, läuft man schneller Gefahr zu ermüden und abzuschalten. „Und dann haben wir Kreise ausgeschnitten, und dann hat Frau Müller die Scheren wieder eingesammelt, und dann hat sie Buntstifte verteilt, und dann habe ich Rot, nein Blau…“
    Tipp: Um dieser Falle zu entkommen, sollten Sie das Gespräch beleben. Stellen Sie Zwischenfragen , fordern Sie eine Meinung ein, loben Sie Ihr Kind, wecken Sie seine Fantasie.





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