Kita-Bedarf steigt

Immer mehr kleine Kinder besuchen eine Kita, das zeigt der "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010" der Bertelsmann Stiftung. Fast 40 Prozent der Zweijährigen werden in einer Kita oder anderen frühkindlichen Bildungseinrichtung betreut. Die Länder rüsten sich mit sehr unterschiedlichem finanziellen Aufwand für den wachsenden Bedarf.


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Bedarf an Kita-Plätzen steigt

Quelle: Thinkstock


Bundesweit steigt der Bedarf an frühkindlichen Bildungseinrichtungen. Wie die Bertelsmann Stiftung jetzt bekannt gab, werden jeder fünfte Einjährige und 40 Prozent der Zweijährigen in einer Kita oder Tagesstätte betreut - Tendenz steigend.

Ländersache Kita-Betreuung: Berlin und Hamburg investieren am meisten

Insgesamt sind zwar die Ausgaben in den letzten Jahren um 12 Prozent gestiegen. Die Bundesländer reagieren jedoch höchst unterschiedlich auf die wachsende Nachfrage nach Kita-Betreuung und frühkindlichen Bildungssystemen. Neben Berlin liegt Hamburg mit Investitionen von rund 3.400 Euro pro unter Sechsjährigem an der Spitze. Am unteren Ende der Investitionsskala stehen Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg. "Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf", bewertet der für Bildung zuständige Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Dr. Jörg Dräger, die Zahlen des Ländermonitors. Langzeitstudien belegen Dräger zufolge den positiven Einfluss einer guten Kita auf die Bildungschancen insbesondere auch von benachteiligten Kindern: "Das Geld, das eine Gesellschaft für eine gute frühkindliche Bildung investiert, nutzt dem einzelnen Kind ebenso wie unserer volkswirtschaftlichen Entwicklung." Die meisten Ausgaben für Kita-Personal Die Ausgaben für Personal machen den größten Anteil der Investitionen im Bereich der frühkindlichen und Kita-Betreuung aus. Die Höhe dieser Ausgaben wird vor allem durch die Zahl und Betreuungszeiten der Kinder in der Kita und Tagespflege, sowie die Personalschlüssel beeinflusst. Bundesländer, die vielen unter Dreijährigen einen Kita-Platz ermöglichen, investieren deshalb deutlich mehr in die frühe Bildung ihrer Kinder. Die Ausgaben der östlichen Bundesländer sind daher mit im Schnitt rund 3.000 Euro pro Kind insgesamt höher als in den westlichen Ländern (durchschnittlich rund 2.400 Euro). Mehr zum "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010" der Bertelsmann Stiftung finden Sie unter www.bertelsmann-stiftung.de.
(Quelle: Bertelsmann Stiftung)



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