So gründen Sie die eigene Kita

Wer eine eigene Kita gründen will, braucht Mut und Energie. Doch die Mühe lohnt sich - wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre eigene Kita oder Kinderkrippe gründen können.


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Sich mit einer Kinderkrippe selbstständig machen


Eine Kinderkrippe als Businessmodell ist gerade jetzt eine gute Idee. Auf der einen Seite fehlen Plätze für die Jüngsten. Mancherorts, vor allem in Städten, ist der Bedarf so groß, dass schon Schwangere ihre Ungeborenen auf Wartelisten setzen. Auf der anderen Seite erregte das Problem noch nie so viel Aufmerksamkeit wie im Moment. Denn Kinderbetreuung ist längst kein Thema mehr nur für Eltern und Pädagogen.

Kita gründen

Für einige Menschen erfüllt sich mit dem Gründen einer eigenen Kita ein Lebenstraum.


© Thinkstock
Seit klar ist, dass ausbleibender Nachwuchs negative gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen hat, widmen sich auch Politiker und Ökonomen verstärkt der Frage, wie der Babywunsch junger Paare nicht mehr zwangsläufig mit Spielplatz-Koller und Karriereknick einhergehen muss. Einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gibt es für Kinder nämlich erst ab dem 3. Geburtstag.

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sorgte damals mit der Forderung nach einem massiven Ausbau von Krippenplätzen für Furore. Den Vorstellungen der Politikerin und zahlreicher Mitstreiter zufolge sollten die Krippeplätze für unter Dreijährige bis zum Jahr 2013 auf 750.000 verdreifacht werden. Etwa jedes 3. Kind wäre dann versorgt.


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Doch selbst an Orten, an denen bereits ein ausreichendes Angebot an Krippenplätzen besteht, sind Eltern nicht immer zufrieden mit der Auswahl. Da passen Öffnungszeiten nicht zum Schichtdienst und das pädagogische Konzept nicht zum Erziehungsstil - beste Voraussetzungen für kreative Gründer einer Kita.

Fakt ist: In den kommenden Jahren werden viele neue Krippenplätze entstehen - und noch nie waren die Türen für Kita-Gründer so weit geöffnet wie jetzt.
Gründen einer Kita erfordert Geduld und langen Atem
Fest steht jedoch auch: Eine Kinderkrippe auf die Beine zu stellen, ist ein Mammut-Projekt und nichts für nebenbei. Bei der Wirtschaftsfrau und Kita-Gründerin Sabine Schäfer lagen zwischen den ersten Schritten und der Eröffnung ihrer Kita gut 1,5 Jahre. Wer aus einem pädagogischen Beruf kommt, schafft es vielleicht schneller, aber mehrere Monate dauert die Prozedur auf jeden Fall.

Schließlich gilt es, sich durch einen wahren Behördendschungel zu schlagen: vom Jugendamt bis zum Bauamt, vom Finanzamt bis zur Unfallkasse, von Banken bis zu möglichen Förderern.  „Man braucht ein hohes Maß an Durchhaltevermögen, denn es gibt eine Unmenge von Auflagen“, sagt Sabine Schäfer.
Kita-Konzept entscheidet über Erfolg

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Das inhaltliche Konzept einer Kita oder Kinderkrippe spielt deshalb eine herausragende Rolle, weil in ihm nicht nur der spätere Umgang mit den Kindern vorgezeichnet ist, sondern weil es Ämtern eine Vorstellung davon vermittelt, um welche Art Einrichtung es sich handeln soll. Eine Wald-Kita muss schließlich andere Bedingungen erfüllen als eine Montessori-Krippe. Daher ist es wichtig, schon vor dem ersten Behördengang klare Ziele zu haben. Förderlich ist auch eine griffige Idee, denn der Mut, Nischen zu besetzen, wird oft belohnt. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Einrichtung für Nachwuchs-Musikanten? Oder einer Kita, in der die Kleinen einmal wöchentlich schwimmen?

Maßgeblich für den Erfolg ist auch die Organisationsform. Es gibt private Kitas, wie die von Sabine Schäfer, die durch Startkapital in Schwung kommen und sich später allein aus Elternbeiträgen finanzieren. Geld fließt mitunter auch von Unternehmen und Sponsoren, etwa bei der Betriebskita oder Einrichtungen, in denen Firmen Belegplätze buchen. Andere Kinderkrippen leben vor allem von öffentlichen Mitteln. Wer die Beitragskosten gering halten will, kann auch auf die Mitarbeit von Eltern setzen.




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