
Besucht ein Kind mehr als ein Jahr einen Kindergarten, erhöhen sich die Bildungschancen in der Grundschule und den weiterführenden Schulen
Kinder, die einen Kindergarten besucht haben, schneiden bei der Schuleingangsuntersuchung besser ab. Sie werden ebenfalls seltener vom Schulbesuch zurückgestellt. Dies ist ein Ergebnis der Studie „Soziale Ungleichheit beim Schulstart“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Wichtig ist nach Angaben des Instituts, dass Kinder mehr als ein Jahr den Kindergarten besuchen. Ein einziges Kindergartenjahr reiche nicht aus, um die Bildungschancen zu verbessern.
Die Studie untersucht, welche Kinder nach der Schuleingangsuntersuchung nicht eingeschult werden können, da sie Entwicklungsdefizite aufweisen. Die Forscher analysieren anhand von Sprache und Motorik, ob Kinder schulreif sind. Der Studie zufolge werden vor allem Kinder aus bildungsfernen Haushalten und Kinder mit Migrationshintergrund von der Einschulung zurückgestellt. Besuchen Kinder aus bildungsfernen Haushalten jedoch drei Jahre einen Kindergarten, sinkt die Wahrschienlichkeit, zurückgestellt zu werden von 42 % auf 8 %.

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