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AU-PAIR

Ratgeber: Au-pair in der Familie

Au-pair und Gastfamilie
Foto: Thinkstock

Ein Au-pair kommt in die Familie. Wir zeigen Ihnen, was Au-pair und Gastfamilie beachten müssen und wie Sie den gemeinsamen Alltag spannend und harmonisch gestalten.

In diesem Artikel:

„Pass auf mit das Messer!“ Iryna zeigt Steffi, zehn Jahre, und ihrem fünfjährigen Bruder Jonas, wie man Gemüse schnippelt. „Mit dem Messer“, korrigieren die Geschwister im Chor. Die drei kochen Borschtsch, das ukrainische National- und neue Lieblingsgericht der beiden Kinder. „Die Schäfers sind meine zweite Familie“, sagt das 21-jährige Au-pair aus Kiew und lacht. Und auch Renate Schäfer, Irynas Gastmutter, ist froh, dass sich in der jungen Ukrainerin und ihrer Familie die „Richtigen“ gefunden haben: „Ich kann jetzt wirklich mit gutem Gewissen ins Büro.“

Sie kommen aus China, Mexiko oder Australien: Wie Iryna nutzen jährlich mindestens 25000 junge Menschen aus der ganzen Welt die Chance, als Au-pair nach Deutschland zu gehen. Sechs bis zwölf Monate leben sie bei einer Gastfamilie, verbessern ihre Deutschkenntnisse und lernen hautnah die hiesige Kultur kennen. Im Gegenzug helfen sie im Haushalt und bei der Kinderbetreuung.

Für viele von ihnen ist es das erste Abenteuer fernab der Heimat und ohne den Schutz der Eltern. Neue Eindrücke, Verantwortung, das Austesten eigener Grenzen: Vorausgesetzt, das Au-pair hat es mit seiner Gastfamilie gut getroffen, liegt sein persönlicher Gewinn auf der Hand. Doch der Begriff „Au-pair“ kommt aus dem Französischen und bedeutet „auf Gegenseitigkeit“. Wie also profitieren die Gastfamilien von ihrem Au-pair?

Ein Au-pair schließt Lücken

Vor allem ermöglicht ein Au-pair den Müttern häufig die Rückkehr in den Job: Nicht jede Familie kann auf die tägliche Unterstützung einer Großmutter hoffen, und außerfamiliäre Betreuungsplätze für kleine Kinder sind rar. „Au-pairs schließen nicht selten die Lücke, die Kindergarten und Schule nicht abdecken können“, sagt Heike Welzel, Pressesprecherin des Au-pair Society e.V., dem Bundesverband der Au-pair Vermittler, Gastfamilien und Au-pairs.

Einer der großen Pluspunkte von einem Au-pair ist ihre Flexibilität. Auch wenn sie natürlich nicht rund um die Uhr verfügbar sind: Anders als bei Krippeneinrichtungen oder Tagesmüttern können Stundenpläne unkompliziert abgeändert werden - zum Beispiel wenn ein Kind krank wird. So auch die Erfahrung von Daniela Bergdolt und Katharina Högel, Autorinnen eines  Au-pair Ratgebers: „Wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Au-pair haben, wird es im Notfall gerne helfend einspringen, auch wenn es den geplanten Disco-Besuch absagen muss.“

Mit dem Au-pair kulturell austauschen

Au-pair bedeutet mehr als eine praktische Form der Kinderbetreuung. Eine andere Sprache, fremde Gewohnheiten, unbekannte Lieder und kulinarische Genüsse: Die jungen Leute bringen immer auch ein großes Stück ihrer Heimat mit in die Gastfamilie. Für Kinder bedeutet das gelebter kultureller Austausch. Sie lernen, tolerant auf Fremdes zuzugehen, und häufig auch, es als Bereicherung zu empfinden. Ein harmonisches Au-pair Verhältnis kann den Grundstein für lebenslange Offenheit gegenüber anderen Kulturen legen! Gerade ältere Kinder profitieren außerdem von der täglichen Plauderei in einer Fremdsprache. Hakt es in der Schule in Französisch? Warum nicht ein Au-pair aus Frankreich oder von der Elfenbeinküste?

Doch das „Multikulti“-Leben in den eigenen vier Wänden klappt nicht immer reibungslos. Schwierig wird es meist, wenn Gastfamilien die Au-pair Idee nicht als Chance der interkulturellen Begegnung erkennen, sondern vor allem auf effiziente Hilfe im Haushalt hoffen. „Ergibt sich dann nicht schnell genug die gewünschte Entlastung“, so die Erfahrung von Heike Welzel, „verursachen die kulturellen Unterschiede und Sprachschwierigkeiten schnell Probleme.“

Das Au-pair Programm ist eine großartige Idee - doch nicht für jeden das Passende. Bevor man sich zur Aufnahme eines jungen Menschen entschließt, sollte man deshalb genau prüfen, ob dies für die eigene Familie wirklich die sinnvollste Form der Kinderbetreuung ist.

Ein Au-pair ist keine Haushaltsangestellte

Als potenzielle Gastfamilie sollten Sie vor allem bedenken, dass ein Au-pair keine Hausangstellte ist - und Sie kein Arbeitgeber! Sie übernehmen Verantwortung für den jungen Menschen, der eine Weile mit Ihnen lebt.

Au-pairs leiden anfangs häufig unter Heimweh und sind altersbedingt den anstrengenden Aufgaben bei der Kinderbetreuung und im Haushalt nicht sofort gewachsen, berichten Daniela Bergdolt und Katharina Högel. Ein „Problem“, das sich mit Verständnis, Toleranz und viel Geduld seitens der Gastfamilie meist schnell legt.

Doch auch wenn Sie nach der Eingewöhnungsphase mit Entlastung rechnen können, ist ein Au-pair nur einige Stunden am Tag für leichte Aufgaben einsetzbar: Den Frühjahrsputz und die anstrengende Gartenarbeit müssen Sie weiter selbst erledigen.

Der Familienrat sollte außerdem darüber debattieren, ob wirklich alle dazu bereit sind, einen fremden Menschen an der Privatsphäre teilnehmen zu lassen. Ein Au-pair wird immer da sein, auch wenn Sie Sonntagmorgens gerne im Schlafanzug frühstücken würden oder es mal Streit gibt - sicher nicht jedermanns Sache.

Ein Au-pair wünscht sich Familienanschluss

Daniela Bergdolt und Katharina Högel berichten, dass der Wunsch nach Familienanschluss zu Anfang sehr groß ist. Mit der Zeit entwickeln die meisten Au-pairs dann ein eigenes Privatleben, finden Freunde, gehen vielleicht sogar eine Beziehung ein - ebenalls eine Situation, die für Zündstoff sorgen kann.

Planen Sie außerdem von Anfang an ein, dass Au-pairs aus Nicht-EU-Ländern sowie allen neuen EU-Mitgliedsstaaten maximal ein Jahr in Deutschland bleiben dürfen. Vor allem für kleine Kinder ist das manchmal schwierig: Der Abschied von dem lieb gewonnen Menschen fällt ihnen schwer, anders als bei einer Tagesmutter müssen sie sich im Ein-Jahres-Turnus auf neue Bezugspersonen einstellen.

Lesen Sie weiter: Was müssen Gastfamilien beachten

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d-conny 20.06.13 - 12:44 Uhr
BenimmregelnÜbrigens, mit dieser Oma wä...
Muck 20.06.13 - 12:30 Uhr
Wer hibbelt mit mir? T...Hallo Mädels, sorry ich kan...
klue 20.06.13 - 11:41 Uhr
mein Sohn ist computer...Hallo Ihr da draußen, unser...
Fantaghiro 19.06.13 - 21:02 Uhr
Es will einfach nicht ......siehst Du, aber er ist w...
LyLy 10.11.12 - 11:15 Uhr
Wer hibbelt mit mir? T...so hier darf weiter zusamme...
Naynay 29.07.12 - 21:54 Uhr
Wer hibbelt mit mir?Hallihallo, ich bin auf der...
Tinki 15.11.12 - 10:06 Uhr
Juhu!Endlich Schwanger... Hallo  Endlich hat es gekl...
jazzman 15.03.11 - 00:35 Uhr
Es will einfach nicht ...Mein verlobter und ich vers...
LyLy 10.11.12 - 11:15 Uhr
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jazzman 15.03.11 - 00:35 Uhr
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Tinki 15.11.12 - 10:06 Uhr
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