Kleinkind-Entwicklung: Das Kleinkind im 16. Monat

Ihr Kind läuft nun immer sicherer und kann schon ziemlich hohe Bausteintürmchen bauen. Womit Ihr Kind jetzt am liebsten spielt, warum Sie es matschen lassen sollten und wie Sie am besten auf Wutanfälle reagieren.


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Kleinkind-Entwicklung: 16. Monat


Körperbau und Motorik


Wenn Ihr Kind an Ihrer Hand läuft, kann es sich im Vorwärtsgehen nach hinten umdrehen, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. Seine Geschicklichkeit und motorischen Fähigkeiten entwickeln sich weiter, sodass es immer höhere Bauklötzchen-Türme bauen kann.

Wenn Ihr Kind 16 Monate alt ist, kann es relativ sicher laufen und ein wenig zielgerichteter werfen. Mit dem immer sicherer werdenden Gang verändert sich auch der Körper Ihres Kindes. Er wirkt zunehmend muskulöser und kräftiger. Die Wirbelsäule streckt sich, wodurch der Körper länger und weniger gedrungen wirkt. Der Kopf Ihres Kleinkindes erscheint nun im Verhältnis zum restlichen Körper nicht mehr so groß.
Ich, selber, meins! Ihr Kleinkind möchte selbstständiger werden. Im Alltag versucht es zum Beispiel sich die Schuhe selbst anzuziehen. Es hilft mit, wenn Sie es an- oder ausziehen und freut sich, wenn es Ihnen im Haushalt bei einfachen Aufgaben helfen kann. {{SNIPPET_PH:}} Wenn Ihr Kind 16 Monate alt ist, versucht es immer mehr, seinen Willen durchzusetzen. Es wird das Wort „Nein“ häufiger gebrauchen und Ihre Wünsche nicht mehr so selbstverständlich befolgen, sondern selbst Forderungen stellen und Grenzen austesten. Wenn etwas nicht nach seinem Kopf läuft, sind Wutanfälle nicht selten.
Womit Ihr Kind jetzt gern spielt
Bestimmt kann sich Ihr Kleinkind mittlerweile recht gut auf ein Bilderbuch konzentrieren und sich eine Weile allein mit einem Spielzeug beschäftigen. Voller Geduld hämmert es zum Beispiel Holzfiguren oder Holzstifte in entsprechende Löcher und Öffnungen bei Sortierspielen.


Baby malt mit Stift und Papier

Malen ist eine neue Lieblingsbeschäftigung. Achten Sie auf ungefährliche Materialien.


Viele Kinder kritzeln auch gerne mit Stift und Papier. Dabei hält es den Stift noch mit der ganzen Faust. Dinge, die Ihr Kind schieben oder ziehen kann, wie zum Beispiel einen Puppenwagen, mag es auch sehr gern, weil sie ihm Unterstützung beim Laufenlernen bieten.

Auf einem Klettgerüst und in der Sandkiste kann es seine Bewegungslust ausleben. Der Sandkasten bietet sich auch herrlich zum Herummatschen an, was Ihr Kind jetzt auch besonders gern macht. Ansonsten spielt es gerne mit den „Erwachsenen-Dingen“ und möchte Ihnen bei jeder Tätigkeit zur Hand gehen. Kinderküchen bzw. -werkbänke kommen bei den emsigen Kleinen jetzt sehr gut an.
Sprachentwicklung im 16. Monat
Auf die Frage wie es heißt, kann Ihr Kleinkind seinen Namen nennen. Und auch wenn es einzelne Wörter nicht immer versteht, so kann es die Bedeutung des Gesagten begreifen.In Bilderbüchern erkennt Ihr Kind bekannte Gegenstände wieder und kann sie (bald) benennen.
Das 16 Monate alte Kleinkind fördern
Lassen Sie Ihr Kind im Sandkasten oder auch mal beim Essen ein bisschen Experimentieren und Matschen. So lernt es verschiedene Konsistenzen kennen und trainiert die Sensibilität seines Tastsinns.

Baby matscht mit Nudeln

Lassen Sie Ihr Kind selbstständig essen und nehmen Sie dafür auch mal Chaos in Kauf.


© Thinkstock
Bevor Ihr Kind einen Stift richtig halten und zeichnen kann, kritzelt es gerne und liebt verschiedene Farben. Stellen Sie ihm farbige Kreiden und ungiftige Wachsmalstifte zur Verfügung. Bieten Sie Ihrem Kleinkind Blätter und Tafeln an, auf denen es malen und kritzeln kann. Viel Spaß bereitet es auch, ältere Werke zu löschen und etwas Neues zu kreieren.

Wenn Ihr Kind 16 Monate alt ist, geben Sie Ihm kleine Aufgaben, bei denen es Ihnen bspw. im Haushalt helfen kann. Berücksichtigen Sie seinen Drang nach Selbstständigkeit und planen Sie, wenn möglich, beim Anziehen mehr Zeit ein, damit Ihr Kind so viel wie möglich allein machen kann.

Und was tun bei Wutanfällen? Wenn Ihr Kind sich über sich selbst ärgert, weil es etwas noch nicht selbst kann, nehmen Sie ihm nicht die ganze Arbeit ab. Bieten Sie ihm minimale Hilfe an. Kann es eine Buchseite bspw. nicht allein umblättern, dann heben Sie die nächste Seite nur ein wenig an, damit es das Umblättern dann selbst schafft.

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Ärgert sich Ihr Kind allerdings über Sie, weil Sie ihm zum Beispiel einen bestimmten Gegenstand nicht geben möchten, ignorieren Sie das Geschrei und Getöse weitgehend. Kein Kind wütet und tobt lange, wenn ihm keiner zuhört! Erst wenn es sich wieder beruhigt, schenken Sie ihm Aufmerksamkeit und Zuwendung.


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