Zeitumstellung: Kleinkinder sanft umgewöhnen

Kleinkinder und Babys haben häufig Probleme mit der Zeitumstellung. Wir erklären, wie Eltern Erleichterung verschaffen können.


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Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! Das gilt besonders für seinen Schlaf-Wach-Rhythmus. Doch zwei Mal im Jahr, ob Mensch nun will oder nicht, muss er seine Gewohnheiten überwerfen: die Zeitumstellung steht an.

Das erste Problem: Jährlich aufs Neue die Verwirrung darüber, ob die Nacht nun eine Stunde kürzer oder länger ist. Deshalb hier, der Vollständigkeit halber:

➤ für die Sommerzeit wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Die Nacht ist kürzer.
➤ für die Winterzeit wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Die Nacht ist länger.



© Thinkstock
Das nächste Problem: Die träge (Körper-)Masse will nicht so recht in Schwung kommen. Der Körper passt sich meist nicht unmittelbar dem neuen Tagesrhythmus an, so dass die meisten von uns Gewohnheitstieren in den ersten Tagen nach der Umstellung leicht neben der Spur laufen. Das gilt vor allem für Menschen, die ohnehin schon unter Schlafproblemen leiden und besonders auch für Kleinkinder. Die werden schneller quängelich, sind vor allem abends oft schlicht unausstehlich und haben Probleme beim Durchschlafen.

Kleinkinder auf Zeitumstellung vorbereiten


Wenn die eigenen Kinder regelrecht am (Zahn-)Rad drehen, macht es das den Eltern nicht unbedingt leichter, die eigene innere Uhr umzustellen. Wir haben hier ein paar Tipps, wie Sie Ihren Kindern die Zeitumstellung erleichtern können.

Wichtig ist, trotz allem den normalen Tagesablauf beizubehalten. Das heißt, behalten Sie die üblichen Gute-Nacht-Rituale bei und machen Sie nicht plötzlich alles anders. Je ungezwungener Sie mit dem Thema Zeitumstellung umgehen, desto schneller wird sich auch Ihr Kind daran gewöhnen.

Kleinkinder reagieren auf die Zeitumstellung

Schlecht Laune wegen der Zeitumstellung kommt bei Kleinkindern öfter vor.


© Thinkstock
Bevor die Uhren wieder nach der Sommerzeit ticken, kann es aber gut helfen, wenn Sie die Tage vor der Zeitumstellung möglichst aktiv gestalten – am besten an der frischen Luft. Dann werden Ihre Kleinen von alleine ein bisschen früher totmüde ins Bett fallen. Achten Sie dabei jedoch darauf, dass Ihre Kinder am Abend noch genug Zeit haben, sich von dem aufregenden Tag zu beruhigen. Sonst haben Sie genau das Gegenteil erreicht: quietsch fiedele, aufgedrehte Kinder rennen um Sie herum und sind nicht ins Bett zu bekommen.

Für die Umstellung auf die Winterzeit gilt dementsprechend: Erlauben Sie Ihren Kindern ruhig ein bisschen länger aufzubleiben. Ihre Kinder wird es freuen, wenn der abendliche Kampf um ein paar Minuten mehr, endlich zu ihren Gunsten ausfällt. Allerdings sollten Sie sie natürlich nicht krampfhaft wach halten, wenn die Augen einfach nicht mehr offen halten wollen.

Grundsätzlich können diese Tipps bei Einschlafproblemen bei Kindern helfen:

Einschlaftipps für Kleinkinder
  • 1 / 5
    Mittagsschlaf

    Achten Sie darauf, Ihre Kleinkinder rechtzeitig aus dem Mittagsschlaf aufzuwecken. Sie sollten mindestens vier Stunden wach sein, bevor es am Abend wieder ins Bett geht. Ihr Baby sollten Sie tagsüber nicht in abgedunkelten Räumen schlafen lassen. So kann es sich in seinen Träumen sanft an einen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen und so lernt das Baby schlafen.

  • 2 / 5
    Zeit für Entspannung

    Nach Möglichkeit sollten Ihre Kinder vor der Schlafenszeit genug Zeit haben, den Tag ruhig ausklingen zu lassen. Schaffen Sie eine ruhige Umgebung und machen Sie klar: abends ist keine Zeit, um zu Toben.

  • 3 / 5
    Gute-Nacht-Rituale

    Abends ist nicht die Zeit, um zu Toben. Gestalten Sie deshalb gemeinsam mit ihrem Kind ruhige Rituale vor dem Einschlafen. Das können zum Beispiel Gute-Nacht-Geschichten sein, gemeinsames Kuscheln oder ein Gespräch an der Bettkante.

  • 4 / 5
    In der Nacht schläft die Welt

    Die ganze Welt ist für Kinder unheimlich spannend und immer gibt es etwas Neues zu entdecken. Deshalb gilt: wachbleiben um jeden Preis. Damit Kleinkinder ruhig einschlafen können, versuchen Sie ihnen zu vermitteln, dass nachts die ganze Welt schlafen muss und es nichts zu entdecken gibt. Ist es nachts aufgewacht, versuchen Sie es im Bett zu lassen und durch Streicheln, Zudecken, ein leises Schlaflied oder den Schnuller zu beruhigen.

  • 5 / 5
    Optimale Schlafumgebung

    Damit Kinder gut schlafen könnten, sollten Sie das Zimmer immer mit Gardinen oder Rollos verdunkeln. Achten Sie darauf, dass es nachts nicht zu warm wird. Temperaturen um die 18 Grad sind optimal. Wechseln Sie außerdem je nach Jahreszeit zwischen warmen und leichten Baby-Schlafsäcken.








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