Kreativität beim Kleinkind fördern

Sich kreativ zu betätigen ist schon für Kleinkinder ein großer Spaß. Was Eltern tun können, um die Kreativität bei ihrem Kleinkind schon früh zu fördern.


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Kleinkinder beim kreativ sein fördern


„Spurenschmieren“ nennen Pädagogen die typische Vorliebe vom Kleinkind, mit Flüssigkeiten oder weichen Materialen herumzuspielen - und sehen darin tatsächlich einen Ausdruck frühkindlichen Gestaltungswillens. Was das Herummatschen mit Brei kreativ macht, sind die Triebfedern des Handelns: Die Kleinkinder bekommen Neugier auf die Welt und die Lust an der sinnlichen Erfahrung. „Babys und Kleinkinder müssen nicht erst lernen, kreativ zu sein, sie sind es ganz aus sich selbst heraus“, erklärt die Kleinkindpädagogin Brigitte Wilmes-Mielenhausen. „Kinder tun ja viele Dinge zum ersten Mal und müssen deshalb ständig experimentieren, ausprobieren und neue, originelle Lösungen finden - und genau das ist es ja, was kreatives Handeln ausmacht“, so die Fachautorin.
 
Deshalb denkt sie auch nicht nur ans Malen oder Kneten, wenn sie von der Kreativität der Kleinkinder spricht: „Auch beim Singen, Musikmachen, beim Bewegen oder Sprechen sind Kinder fantasievoll und erfinderisch. Schauen Sie sich nur an, wie viel Spaß es Kleinkindern macht, neue Geräusche oder Wortgebilde zu erfinden.“

So Kreativität beim Kleinkind fördern

Was aber können Eltern vor diesem Hintergrund tun, um Kleinkinder von Anfang an in ihrer Kreativität zu fördern? Die Antwort ist so verblüffend wie einfach: Sie sollten ihr Kleinkind in seiner Kreativität vor allen Dingen nicht behindern. Doch genau das ist schneller passiert, als gedacht - und zwar, weil wir Großen uns oft viel zu schnell in die Kreativität der Kleinkinder einmischen. Schließlich ist es gar nicht so leicht, einem Kleinkind beim spielerischen, oft scheinbar ziellosen Herumprobieren einfach zuzuschauen. Die Verführung, dem Kleinkind in seiner Kreativität beim Basteln oder Malen zu „helfen“ oder ihm zu zeigen, wie man etwas „richtig“ malt, ist eben groß. Doch mit solchen Vorgaben nehmen wir dem Kleinkind die Lust daran, der eigenen Fantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen. „Kleinkinder sind zunächst spontan und originell. Erst infolge äußerer Einflüsse versuchen sie zu gefallen, indem sie die Erwartungen Erwachsener zu erfüllen versuchen und vorgegebene Lösungen annehmen“, sagt Brigitte Wilmes-Mielenhausen und stellt klar: „Vorgegebene Bastelanleitungen, Schablonen und geführte Beschäftigungen sind für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet.“ Wenn Eltern dabeisitzen, während ihre Kleinkinder malen oder werkeln, sollten sie also ausschließlich Zuschauer sein. Das Mitmischen bei der Kreativität und den Werken der Kleinkinder ist tabu. Produktiv sind offene, interessierte Fragen. Und natürlich sind auch ein paar grundlegende technische Tipps für die Kleinkinder erlaubt: Wie man etwa mit Klebstoff oder einer Kinderschere umgeht, sollten die Kleinkinder nicht selbst entdecken müssen, sondern unter kundiger Anleitung lernen.




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