Krisengebiet Kinderzimmer

Markus, 12, hat für sein Kinderzimmer ein elterliches Zutrittsverbot verhängt. Nicht zur Freude seiner Eltern.


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Für die Eltern des 12-jährigen Markus ist das Kinderzimmer von heute auf morgen zum Minenfeld mutiert, plötzlich sind sie im Reich ihres Sohnes „Personas non grata“. Betreten ohne Anklopfen? Führt zu einer mittleren Familienkrise. Beim chatten auf Facebook über die Schulter schauen? Geht gar nicht! Hallo sagen und Kekse bringen wenn Freunde zu Besuch sind? Mama, bitte nicht!


Kinderzimmer Zutrittsverbot


© Thinkstock

Lösungsvorschlag

Gönnen Sie Ihrem Kind seine Privatsphäre. Mit Beginn der Pubertät ziehen sich Jugendliche zurück und fordern Zeit für sich allein. Das empfinden viele Eltern nicht nur als Zurückweisung, sie haben auch manchmal das Gefühl, ihre Kinder verheimlichen ihnen etwas. Das ist gut möglich, beunruhigen muss Sie das aber nicht. Schließlich besprechen Sie viele Dinge auch eher mit dem Partner oder mit Freunden, gestehen Sie das gleiche Recht auch ihrem Kind zu! Die Gruppe der Gleichaltrigen ist in der Pubertät extrem wichtig, mit ihnen werden Probleme von A wie Ausgehen bis S wie Schwarm bequatscht, man vernetzt sich virtuell und chattet stundenlang. Auch wenn Sorge oder Neugier groß sind, verzichten Sie auf jegliche Detektivarbeit im Kinderzimmer, am Handy oder PC. Das ist absolut tabu. Äußern Sie anstatt dessen Ihre Ängste und Bedenken lieber offen, erkundigen Sie sich vorsichtig was los ist oder ob alles in Ordnung ist. Ihr Heranwachsender wird es Ihnen mit Vertrauen und vielleicht auch manchmal mit ein wenig mehr Offenheit danken.



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