Leih-Oma: Das sollten Sie vorher klären

Wir geben Tipps und informieren Sie darüber, wie und wo Sie die passende Leih-Oma für Ihren Nachwuchs finden.


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Tipps für die Suche nach einer Patenoma


Was zu klären ist, wenn Sie Ihre Kinder von einer Leih-Oma betreuen lassen wollen:


So finden SIe die richtige Leih-Oma


© Thinkstock
Informieren:
Erkundigen Sie sich bei einer Vermittlungsstelle in Ihrer Stadt nach den Bedingungen für eine Aufnahme in deren Kartei.

Genaue Angaben machen: Warum suche ich eine „Oma“ oder einen „Opa“ für meine Kinder? Ist es mir egal, wie viel Zeit in der Woche die Rentner für die Kinderbetreuung haben? Suche ich feste Betreuungszeiten, z.B. an einem bestimmten Tag in der Woche, oder nur für sechs Stunden? Was sollte die Leih-Oma machen – auch Hausaufgaben betreuen und vom Kindergarten abholen? Sollte sie ein Auto haben? Soll sie zu uns kommen, oder bringe ich die Kinder zu ihr? Sind die Kinder im Kindergarten- oder Schulalter? Solche Dinge werden meist anhand eines Fragebogens geklärt. Umgekehrt füllen auch interessierte Rentnerinnen und Rentner einen solchen Bogen aus – und die Vermittlungs­stelle sucht dann passende „Paare“.

Geduld mitbringen: Bei fast allen Einrichtungen, die Leih-Omas vermitteln, ist das Angebot gering und die Nachfrage groß. Also: Viel Geduld mitbringen – und bereit sein, möglicherweise mehrere Monate abzuwarten.

Das erste Treffen: Bei der ersten Begegnung sollten Sie vor allem auf Ihr Bauchgefühl achten. Ist mir mein Gegenüber sympathisch? Beruht die Sympathie auf Gegen­seitigkeit? Außerdem sollten beide Seiten sich kompromissbereit zeigen: Vielleicht kann die Leih-Oma auch eine Stunde länger auf die Kinder ­auf­passen, wenn Sie sie dafür nach Hause fahren? Auch sollte man die Betreuungstage und den Ort, wo die Kinder betreut werden, festlegen.

Geldfrage klären: Leih-Omas werden oft von Freiwilligenagenturen vermittelt – in diesem Fall ist das Engagement ehrenamtlich und es werden nur Auslagen für Bus, Benzin etc. vergütet. Manchmal ist es aber auch üblich, einen Stundenlohn zu vereinbaren, der etwa zwischen fünf und acht Euro liegt.
 
Hier finden Sie Ihre Leih-Oma

Eine Leih-Oma wird meist von lokalen Organisationen vermittelt. Aber auch hier können Sie sich informieren:

www.leihomas-leihopas.de
die Seite des Vereins Aktiv-Patenschaften. Hier finden Sie eine Liste mit knapp 1000 Adressen von Organisationen, die Aktiv-Patenschaften vermitteln, etwa Familienpatenschaften und Lern- und Lesepaten. Darunter rund 200 lokale Projekte mit Wunschgroßeltern-Vermittlung. Tel.: 089-4209516071

www.bagfa.de
Die Bundesarbeits­gemeinschaft der Freiwilligenagenturen verfügt über eine Liste mit etwa 300 lokalen Freiwilligenagenturen.

www.help-deutschland.de
Der Verein Human Environment Life Protection, HELP, sucht und vermittelt Wunschgroß­eltern, vor allem in Hannover und ­Umgebung, aber auch deutschlandweit. Infos unter Tel. 0511-26277930

Jugendamt:
Das örtliche Jugendamt kann eine hilfreiche Anlaufstelle sein. Hier wissen die Mitarbeiter, welche caritativen Organisationen vor Ort einen Service wie etwa eine Wunschgroßeltern-Vermittlung anbieten.

Selbst aktiv werden
: Sie können auch eine Suche-Anzeige in einer Zeitung oder einem Anzeigenblatt schalten oder einen Zettel ans schwarze Brett des Kindergartens heften – wie bei der Babysittersuche kann man auch so fündig werden.


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