Leistungssport bei Kindern

Schon als Kind zu den Besten einer Sportart gehören – ein Traum! Oder eher ein Trauma? Wir fassen für Sie die Vor- und Nachteile von Sport auf Leistungsniveau zusammen und geben Tipps, was Sie als Eltern beachten sollten.


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Warum Leistungssport (un)gesund ist


Als Eltern fragt man sich oft, was das Richtige für sein Kind ist. Ob Sport auf Leistungsniveau gesund oder ungesund für Ihr Kind ist, hängt von vielen Faktoren und vor allem von der Individualität jedes Kindes ab. Dazu kommt, dass jede Sportart ihre ganz spezifischen Anforderungen und damit eigene Vor- bzw. Nachteile für ein sporttreibendes Kind mit sich bringt. 

Kunstturnen Kind


© iStock
Zu beachten sind immer die Auswirkungen auf den Körper als auch auf die Psyche des Kindes, denn wer ein Hobby auf Hochleistungsniveau betreibt, ist Konkurrenzdruck, Stress und körperlichen Anforderungen ausgesetzt. Gleichzeitig bedeutet das regelmäßige Training eine enorme Leistungsbereitschaft, die sich auch auf andere Lebensbereiche auswirkt. So haben Leistungssport treibende Kinder fast durchwegs gute Noten und lernen schon früh, für Ihre Taten Verantwortung zu tragen – denn ohne Fleiß (wortwörtlich) kein Preis. Medaillen, Preise und persönliche Ziele zu erreichen stärkt das Selbstwertgefühl Ihres Kindes.
Gesundheit geht vor - ohne Ausnahme
Als Eltern gilt es, das Wohl Ihres Sprösslings immer im Blick zu behalten, denn Sportler selbst – auch sehr junge – ordnen ihre eigenen Bedürfnisse und die ihres Körpers häufig dem Sport unter. So muss man bei vielen Leistungssportarten, die mit Grazie und Ästhetik assoziiert werden, wie etwa Kunstturnen oder Ballett, sehr auf sein Gewicht achten. Eltern können eine bewusste Ernährung unterstützen, sollten aber immer darauf achten, dass ihr ehrgeiziges Kind nicht übertreibt. Wer viel Sport macht, braucht auch viel Energie – das vergessen viele im Eifer des Gefechts. Die extreme körperliche Anstrengung in Verbindung mit strenger Diät führt bei Mädchen und Frauen im Hochleistungssport häufig dazu, dass die Periode unregelmäßig kommt.
Bei Mädchen und Jungen im Leistungssport hat sich außerdem gezeigt, dass der Wachstumsschub im Schnitt ein bis zwei Jahre später als bei Kindern, die keinen Sport auf Leistungsniveau treiben, eintritt. Das heißt aber nicht, dass sich viel Sport negativ auf das Wachstum auswirkt. Dennoch sollten Sie als Eltern besonders in den Wachstumsphasen auf ausreichend Erholung achten und Ihr Kind gegebenenfalls beruhigen: Leistungsabfall- und steigerung sind in dieser Zeit ganz normal.

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Viele Eltern haben Angst, dass sich ihr Kind beim Sport verletzten könnte. Tatsächlich geht mit den meisten Sportarten ein gewisses Verletzungsrisiko einher, doch gewinnen Kinder durch das Training an Körperbewusstsein, haben ein gutes Gleichgewicht und können Stürze meist besser abfedern als andere Kinder.
Hochleistungssport bei Kindern: Die Rolle der Eltern
Das Klischee der „Eiskunstlauf-Mutti“ oder des „Tennis-Papas“ hält sich hartnäckig, doch die Wahrheit ist, dass sich die meisten Eltern sehr vernünftig mit dem Thema Leistungssport für ihr Kind auseinandersetzen. Wichtig ist, dass das Kind Spaß hat und nicht der Mutter oder dem Vater zuliebe trainiert. Eltern dürfen motivieren, mit sanften Nachdruck zur Sportstunde ermutigen oder an die täglichen Übungen erinnern. Achten Sie jedoch darauf, Ihrem Kind nicht zu viel Druck zu machen. Bieten Sie Ihrem Kind emotionalen Halt und bestehen Sie immer auf einem Plan B, wenn es mit der Sportlerkarriere nicht klappt. Dies ist leider der Regelfall, nur die wenigsten bleiben bis ins Erwachsenenalter in der obersten Liga und können vom Sport leben. Die Einsicht dazu fällt leichter, wenn es auch andere Themen und Zukunftsvarianten in der Lebenswelt Ihres Kindes gibt.

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Sophia Gesierich

von Sophia Gesierich




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