Tipps, um die Lernlust zu wecken

Grundsätzlich muss das Lernen für Ihr Kind wieder zu etwas werden, was positiv besetzt ist. Denn Erfolg und Motivation bedingen sich gegenseitig.


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Um diese Aufwärtsspirale in Gang zu setzen, sind nicht nur eine angenehme Lernumgebung und die motivierende Begleitung von Eltern und Lehrern nötig. Was sonst noch alles helfen kann, um Ihr Kind wieder schneller und leichter lernen zu lassen:

➤ Geben Sie Ihrem Kind immer viel Lob für das Erreichte, nicht nur für gute Noten. Kritik sollte immer konstruktiv, lösungsorientiert und motivierend statt lähmend sein.

➤ Sie sind kein Wachhund! Sie können Ihr Kind nach Kräften unterstützen und es motivieren, mit ihm den Stoff wiederholen und üben oder interessiert nachfragen, aber bloß nicht ständig kontrollierend daneben sitzen.

➤ Sorgen Sie für Komfort am Arbeitsplatz. Lüften Sie das Zimmer, stellen Sie Ihrem Kind etwas zu trinken hin, der Stuhl sollte richtig eingestellt und bequem sein, das Licht sollte ausreichend sein  und alle Stifte, Bücher und notwendigen Materialien sollten bereit liegen. Jedes Aufstehen und suchen stört die mühsam erarbeitete Konzentration!

➤ Der Stoffwechsel muss stimmen: Wenn eine Aufgabe erledigt ist, sollte idealerweise mit einem völlig anderen Fach oder Thema weitergemacht werden. Denn Langeweile ist für die Konzentration mindestens genauso schädlich wie Ablenkung. Nach Aufgaben, die leicht sind und Spaß machen wird der schwierigere Stoff durchgearbeitet und umgekehrt.

➤ Lieber öfter als länger lernen: Am besten verankert sich der Stoff im Langzeitgedächtnis durch Wiederholungen.

➤ Wenn der Stoff nicht hängenbleiben will, probieren Sie es mit Eselsbrücken, Reimen oder mit kreativen Lernmethoden (zum Beispiel Bruchrechnen mit Schokolade o.ä.)

➤ Erfolgserlebnisse „zwischendurch“ schaffen: Lieber Vokabeln in Fünfergruppen aufteilen und diese abfragen, als zwanzig auf einmal durchpauken. Und wenn die Vokabeln sitzen, gibt’s das Lieblingsgericht zum Abendessen! ➤ Lernen mit Plan: Das richtige Zeitmanagement sorgt für Organisation und gibt Struktur. Machen Sie zusammen mit Ihrem Kind einen Übersichtsplan mit Lernthemen, Abgabe- und Prüfungsterminen. Das ermöglicht eine langfristige Vorbereitung und stressfreies Lernen.

➤ Abhaken: Aufsatz geschrieben? Englischvokabeln intus? Dann im Lernplan ausstreichen – erledigte Aufgaben wirken fürs Gehirn wie eine Belohnung.

➤ Erfolgskontrolle: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über das eben Gelernte oder diskutieren Sie mit ihm über den Stoff. Oder Sie lassen Ihr Kind das Thema mündlich zusammenfassen. So kann Ihr Nachwuchs sehen, ob er alles verstanden hat und ob alles im Gehirn gelandet ist, was da sein muss.

➤ Keine Angst vor schlechten Noten! Angst ist kein guter Begleiter. Ihr Kind sollte sich nie fürchten müssen, mit einer negativen Bewertung nach Hause zu kommen. Belasten Sie es auch nicht mit überzogenen Erwartungen. Eine schlechte Note ist kein Beinbruch. Nichts ist demotivierender als ein Umfeld, was ständige Perfektion voraussetzt. Bringen Sie Ihrem Kind bei, auch mit Misserfolgen umzugehen und dass eine schulische Bewertung lediglich einen Status quo belegt, der nicht in Stein gemeißelt ist. Eine Schulnote kann keine Aussage über potentielle Fähigkeiten, Intelligenz oder Eignung treffen.

➤ Stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes. Studien belegen, dass eine positive Selbsteinschätzung großen Einfluss auf die tatsächliche Leistungsfähigkeit und auf gute Ergebnisse hat.

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