Leseratte oder Computermaus? Richtiger Umgang mit den Medien

Computer & Co halten immer mehr Einzug in den Alltag von Grundschulkindern. Hier ein paar Tipps, wie Eltern den Medienalltag des Kindes aufmerksam begleiten.


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Lesen und Vorlesen

Spätestens gegen Ende der Grundschulzeit entwickelt sich das Kind vom Zuhörer beim Vorlesen zum eigenständigen Leser. Das heißt aber noch lange nicht, dass Eltern auf das allabendliche Vorleseritual verzichten sollten. Schließlich ist es ein wichtiger Bestandteil in der Beziehung zwischen Kindern und Eltern. Das Vorlesen unterstützt auch die Konzentrationsfähigkeit der Kinder, denn die Kinder lassen sich beinahe automatisch auf das Gehörte ein und filtern so andere Reize einfach heraus.

Trotzdem wollen Kinder liebend gern selbst lesen und sie wollen auch ihre bereits in der Schule erworbenen Fähigkeiten zu Hause vorzeigen. Wie wäre es, wenn Sie sich mit Ihrem Kind beim Lesen abwechseln, etwa indem Sie es einzelne Wörter, die schon aus der Schule bekannt sind, vorlesen lassen?

Außerdem gibt es speziell für Erstleser entwickelte Lesereihen. Diese zeichnen sich durch klar und einfach strukturierte Geschichten mit sehr großer Schrift, vielen Illustrationen und kurzen Zeilen aus. Gut sind - genauso wie bereits im Vorschulalter - zusätzliche Verständnisfragen und kleine Aufgaben, die den Kindern am Ende eines Textes gestellt werden. So werden sie in das Geschehen miteinbezogen und ermuntert, sich noch einmal mit dem Gelesenen auseinanderzusetzen.

Hörbücher: Von Benjamin Blümchen zu den Drei Fragezeichen

Hörbücher sind auch in diesem Alter noch sehr beliebt. Nur, dass jetzt andere Helden
gefragt sind, dass die Drei Fragezeichen oder Die wilden Hühner den bisher heiß geliebten Benjamin Blümchen ablösen. Was aber bleibt, sind Erkennungsmelodien und -lieder, kleine Gedichte oder Sprüche, die sich auf den Kassetten wiederholen und die von den Kindern in ihre Alltagskommunikation übernommen werden. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Geschichten auf den Hörkassetten, lassen

Sie sich die Geschichte oder Teile davon nacherzählen oder fragen Sie, was Ihr Kind
von den einzelnen Personen der Geschichte hält, davon, wie diese sich entscheiden und was sie erleben.

Computer: Lernprogramme & Spiele

Der Computer strahlt eine immer größere Faszination aus. Gerade für Grundschüler gibt es inzwischen ein reichhaltiges Angebot an guten Computerspielen, aber auch an Lernprogrammen für die verschiedenen Schulfächer. Diese sind meist spielerisch aufgemacht und erinnern mit ihren kindgerechten Illustrationen und Texten an schöne Kinderbücher. Gütesiegel wie die „GIGA-Maus“ oder der „digita“ sorgen für Sicherheit beim Softwarekauf.

Darüber hinaus regt der Computer selbst die Kinder schon zum Lesen an. Kommen sie hier doch ständig mit der Schriftsprache in Berührung. Das sind die Buchstaben auf der Tastatur, die Kombination von Symbolen und Wörtern auf dem Bildschirm und schließlich die Schaltflächen, auf die sie beim Spielen klicken müssen. Doch so lehrreich der Umgang mit Maus und Tastatur auch sein mag: Achten Sie darauf, dass andere Beschäftigungen nicht zu kurz kommen, wie das gemeinsame Spiel mit Freunden, Sport und Bewegung, Malen oder eben eigenes Lesen und das Vorlesen.

Quelle: Duden Elternratgeber Sprache- und Leseförderung. 48 Seiten. Download unter www.duden.de/schule




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