Liebe, Sex und andere Peinlichkeiten

Valerie, 17, hat seit seit kurzem einen neuen Freund. Ihre Mutter will mit ihr über das Thema Verhütung sprechen. Valerie hat keine Lust.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Valerie ist 17 und hat seit einem halben Jahr ihren ersten festen Freund. Ihre Mutter weiß Bescheid und macht öfters Versuche, Themen wie Verhütung und Sex anzusprechen. Doch Valerie blockt ab, sie hat einfach keine Lust, mit ihrer Mutter darüber zu sprechen: „Ich war vor ein paar Wochen zum ersten Mal beim Frauenarzt und habe mir die Pille verschreiben lassen – einfach mal vorsichtshalber. Ich war allein dort, ohne meinen Freund. Schließlich bin ich aufgeklärt und alt genug. Ich will mit meiner Mutter nicht über alles reden, auch wenn ich’s könnte. Mir ist das einfach unangenehm.“ Valeries Mutter sieht das nicht ganz so entspannt. Wenn ihre Tochter nicht mit ihr spricht, woher soll sie wissen, ob Valerie wirklich in Sachen Verhütung Bescheid weiß?


Aufklärung Pubertät


© Thinkstock

Lösungsvorschlag

Im Grunde ist Valeries Mutter sehr mutig. Denn vielen Eltern ist es eher unangenehm, so heikle Themen mit ihren heranwachsenden Kindern zu besprechen. Sie befürchten, dabei auch mit Ihren Kindern über deren Intimleben und Sexualität reden zu müssen. Dabei muss das Gespräch nicht ins Persönliche abgleiten, kurze und sachliche Antworten sind meist ausreichend. Zudem ist es trotz Aufklärungsunterricht in der Schule durchaus sinnvoll, mit Teenagern schon vor der ersten Liebe über Geschlechtskrankheiten, Pornographie und auch über Verhütung zu sprechen. Gerade zu diesem Thema gibt es häufig noch sehr viel Unwissen. Dennoch muss Valeries Mutter ihrer in diesem Fall einen Vertrauensvorschuss gewähren. Und statt einem Gespräch ihrer Tochter eine Broschüre zum Thema geben – auch das ist vielleicht eine peinliche Situation. Aber Valerie kann dann selbst entscheiden, ob, wie und wann sie einen Blick hineinwirft. Meistens siegt dann doch die Neugier.

Grundsätzlich müssen sich Eltern nicht verbiegen, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind noch zu jung für Sex oder Übernachtungsbesuche ist. Dann sagen sie das ruhig. Aber geben sie ihrem Kind auch die Chance, den eigenen Standpunkt zu erklären. Das Wichtigste ist eigentlich, seinen Kindern immer ein offenes Ohr zu bieten und zu signalisieren, dass sie, egal mit welchem Problem zu Ihnen kommen können.


mehr zum Thema
Sex