Mehr Verantwortung und Mitgefühl durch den Hund


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Mehr Verantwortung und Mitgefühl durch den Hund

So zog Blacky, ein tollpatschiger Terrier-Mix, schwarz mit weißen Flecken, bei Familie Beckmann ein. Blacky suchte sich als Erstes seinen Platz. Der schwarze Ledersessel im Wohnzimmer schien dem acht Monate alten Hund standesgemäß. Das für ihn vorbereitete Kämmerchen würdigte er mit keinem Blick. Drei Tage und drei Nächte lang hat Blacky geheult, geknurrt und gebellt, um seinen Stammplatz zu behalten. Dann war die Hundefamilie so erschöpft, dass er seinen Willen bekam. Seitdem thront Blacky königlich im inzwischen komplett zerkratzten Ledersessel. Überraschend für alle war Blackys Abneigung gegen männlichen Besuch. Da knurrte der sonst so zutrauliche Hund kräftig und biss sogar herzhaft in den jeweiligen Männerschuh. „Vielleicht hat er früher mal schlechte Erfahrungen gemacht“, vermutet die allein erziehende Mutter. Den Biss in die Schuhe konnte Marie Beckmann dem jungen Hund abgewöhnen. Nicht aber seine Vorliebe für sie selbst. Da waren Nina und Kai mächtig enttäuscht, dass sich Blacky ihre Mutter als Bezugsperson ausguckte. Der Ausführdienst und die Arbeitsteilung nach Plan klappten für eine Weile nicht mehr so gut. Vor allem als sich Blacky zu einem Raser entwickelte und Kai hinter sich her schleifte, als ob der Hund den Menschen spazieren führte. Am liebsten rennt Blacky hinter anderen Hunden her und tollt mit ihnen herum. „Da waren Nina und Kai manchmal überfordert.  Dafür bin ich beim Joggen schneller geworden“, erzählt ihre Mutter stolz. Blacky ist ausgesprochen kinderlieb, wedelt hinter jedem Kinderwagen her - so lange dieser schnell genug geschoben wird. Geduldig hat er sich von Nina Puppensachen überstülpen und damit ausführen lassen. „Die Kinder sind selbstbewusster geworden, zeigen mehr Mitgefühl und Verantwortung“, beschreibt Marie Beckmann die tierische Lektion, die Blacky ihnen erteilt hat. Das mit dem Tierheim war also doch kein so großer Fehler.


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