Mit dem Baby am gemeinsamen Tisch essen

Breizeit war gestern: Babys finden es richtig spannend, wenn sie endlich am Tisch der Großen mitessen dürfen. Und dort gibt es eine Menge zu lernen.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Mit dem Baby essen


Am Ende der Breizeit müssen Babys eine Menge lernen: Keine Sonderstellung mehr: Zuvor hatte das Baby noch eine Sonderstellung mit eigenen Esszeiten - und stand dabei selbst die ganze Zeit im Mittelpunkt. Jetzt tafeln alle zusammen. Das Speisen sollte daher von Anfang an richtig zelebriert werden. Das heißt: Machen Sie es sich alle zusammen so richtig schön und lassen Sie es bloß nicht zu, dass beim Essen jeder vor sich „hinwurstelt“. Ablenkungen wie Fernsehen und Laptop, Hefte und Zeitungen, Telefonate und SMS sind tabu.
Keine Ernährungs-Extrawürste fürs Baby: Ernährungs-Extrawürste gibt es fürs Baby nun nicht mehr. Wenn das Baby im Alter von zehn bis zwölf Monaten erstmals am Familientisch Platz nimmt, kann es fast alles mitessen - milden Käse, nicht zu fette Wurst, frisches Gemüse, aber auch (saure) Gurken, gekochtes Ei und natürlich weiches Brot. Also herzhaft zugreifen lassen, statt ein „Extra-Baby-Menü“ vor die Nase zu setzen - denn das wäre genau das falsche Signal. Aber: Geben Sie Ihrem Baby Zeit, sich in der neuen Welt zurechtzufinden. Essen sollte immer ein Angebot sein - kein Zwang.

Baby beim Essen Vorbild sein 

„Wenn bei jeder Mahlzeit gute und gesunde Speisen auf dem Tisch stehen, Sie selbst als gutes Vorbild davon essen und Sie Ihrem Kind immer wieder davon anbieten, haben Sie schon genug getan“, fasst Ratgeberautorin Annette Kast-Zahn zusammen (u.a. „Jedes Kind kann richtig essen“, Oberstebrink-Verlag, 17,80 Euro).

 Das könnte Sie interessieren: Fütterstörung bei Babys und Kleinkindern

Macht Ihr Kind Probleme beim Essen? Das sind die Anzeichen und Ursachen einer Fütterstörung - und das können Sie dagegen tun.


Eine Grundregel sollte dabei eindeutig formuliert und unumstößlich sein: Gegessen wird bei Tisch. Ein einfaches Motto - konsequent umgesetzt, erspart es Ihnen später viele Diskussionen. So steht von vornherein fest, dass die fünf über den Tag verteilten, festen Mahlzeiten (drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten) allesamt am Tisch eingenommen werden. Und darauf sollte sich das Essen auch beschränken. Wenn das Baby den ganzen Tag mit Keksen in der Hand in der Wohnung unterwegs ist, wird es zu Tisch keinen Hunger haben und vieles allein deshalb schon ablehnen. Netter Nebeneffekt: Sie treten nicht überall auf Kekskrümel.





mehr zum Thema
Kinderernährung Erziehung
Artikel kommentieren
Login