Mit Kindern stressfrei einkaufen

Mit Kindern zusammen einkaufen, macht die Tour durch den Supermarkt zur Herausforderung. Mit unseren Tipps klappt’s ohne Stress.


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Mit Kindern einkaufen

Wenn Kinder mithelfen dürfen, macht einkaufen Spaß. Foto: Thinkstock


Einkaufen kann jeder. Wir ziehen durch die Regale unserer reichen Warenwelt, füllen den Wagen, zahlen und gehen. Nie war es einfacher, Vorräte anzulegen und den Tisch zu decken. Allerdings nur so lange, bis im Einkaufswagen eine Babyschale liegt und wir inständig hoffen, dass es nicht ausgerechnet jetzt aufwachen und Alarm schlagen möge. Spätestens, wenn der Winzling erstmals auf eigenen Beinen in den langen Regalfluchten verschwindet, hat sich das lockere Einkaufen ins Gegenteil umgekehrt: Kommen nicht aus genau der Richtung, in die er gerade verschwunden ist, verdächtige Bruch- und Klirrgeräusche?

Einkaufen gestaltet sich heute anders als früher

Einkaufen mit Kind ist eine Herausforderung. Enge Supermarktgänge und Stufen verwandeln sie in einen Schikanen-Parcours. Schwere Türen zum Selberöffnen werden zum Problem. Und elektronisch gesteuerte schließen sich genau dann, wenn wir gerade mit dem Kinderwagen anrücken. Neben diesen handfesten Barrieren sind in vielen Märkten allerlei psychologische Fallstricke ausgelegt: Quengelware aus Eis und Schokolade, die Kleinkinder magnetisch anzieht. Damit nicht genug, lauern zwischen klemmenden Drehkreuzen und engen Kassen-Gassen ältere Damen mit guten Erziehungstipps. Was tun? Kommen wir den lästigen Übeln, die einkaufen parat hält, zuvor und passen wir uns den neuen Verhältnissen an: Shoppen mit Baby, na und?!
  • Die richtige Wahl des Ortes: Einkaufen in einem Supermarkt, dessen breite Gänge sich mit Kinderwagen gut durchqueren lassen und der dank einer ausreichenden Anzahl geöffneter Kassen langem Warten vorbeugt, ist sehr angenehm. Jedenfalls angenehmer, als mit Einkaufswagen und Kind in Menschentrauben festzustecken und sich in Zeitlupe an Pyramiden aus Überraschungseiern vorbeizuquälen. Machen Sie also Durchquerungsproben verschiedener Märkte mit Kind und Kegel: Welcher in Ihrer Nähe ist, vom Eingang bis zur Kasse, der familienfreundlichste?
  • Märkte meiden, die allzu offensichtlich auf Psychotricks zurückgreifen: Wer sich wundert, dass er beim Einkaufen ungeplant endlose Wege zurücklegt, könnte ein Marketing-Opfer sein. Dann nämlich, wenn ein Markt-Designer die Produkte so arrangiert hat, dass der Kunde möglichst lange verweilt und dabei Unmengen an „Lockvögeln“ und „Sonderangeboten“ zu sehen bekommt. Ein solcher Markt hält Groß und Klein nur auf. Drastisches Beispiel war bis vor einigen Jahren ein schwedisches Möbelhaus, in dem es keine Abkürzungen gab, sondern nur den zwangsläufigen Halb-Marathon zwischen Eingang und Kasse – zum Glück hat sich das gebessert.
  • Die Einkaufszeit: Der Samstagmorgen, an dem buchstäblich Millionen Menschen zum Einkaufen aufbrechen, ist ungünstig. Denn viel Betrieb bedeutet Stress, und die Ungeduld mit Kindern ist dann am größten. Die Vormittage unter der Woche sind viel besser geeignet. Wer kann, sollte außerdem die vielen Angestellten meiden, die von 16 bis 18 Uhr zum Feierabendeinkauf ausschwärmen.
  • Wir selbst sollten gut vorbereitet sein: Ein hungriges Baby ist beim Einkaufen schlecht aufgehoben, und Erschöpfungsquengeln taugt auch nicht gerade als Shopping-Soundtrack. Auf jeden Fall sollte man das Kind vorher füttern und eventuell auch eine Spazier- oder Spielplatzrunde vorschalten, damit der Nachwuchs das anschließenden Einkaufen möglichst verschlafen kann.
  • Schon bald stellt sich die Routine beim Einkaufen ein Am wichtigsten aber ist Gelassenheit. Dem Anfänger beim Einkaufen mit Baby ergeht es wie dem Fahranfänger; alle scheinen ihn anzustarren und auf ein falsches Abbiegen oder einen Unfall mit dem Gegenverkehr zu warten. Da gilt die Eltern-Universal-Regel: Cool bleiben ist immer am besten. Schon nach kurzer Zeit Einkaufen mit Baby schwindet die Angst vor Peinlichkeiten – und wir werden uns wieder bewusst, dass wir die Kunden sind. Gute Kunden dürfen erhobenen Hauptes einkaufen Eltern sind sogar sehr gute Kunden, und damit die Königinnen und Könige beim Einkaufen – kein Grund also, geduckt durch die Gänge zu schleichen. Gut, wenn sich unsere Gelassenheit aufs Kind überträgt. Zum Beispiel Max: Der Anderthalbjährige zeigt zuweilen schon leicht herrschaftliche Allüren. Mit erhabenem Blick lässt er sich von seiner Mama Stephanie im Einkaufswagen durch den Supermarkt chauffieren. Ihr Trick: gewähren lassen. „Hin und wieder dreht sich Max nach hinten, greift sich irgendwas und beißt hinein“, sagt Stephanie, „so oft, bis ihm etwas schmeckt.“ Währenddessen steuert seine Mama den Wagen durch die Regalreihen und füllt den Wagen. Beide bleiben cool, haben Spaß, und entsprechend entspannt nimmt Prinz Max anschließend im Autositz Platz, während Mama alles in Ruhe einlädt. Kinder können den Assistenten beim Einkaufen spielen Wenn Kinder schon etwas größer sind als Max und das Transportieren von Gegenständen gut beherrschen, können wir sie zu unserem persönlichen Assistenten beim Einkaufen befördern. Das wirkt Wunder, denn auf einmal gibt es etwas Sinnvolles zu tun, was nur „große Kinder“ dürfen! Natürlich sollten wir klarmachen, dass wir im Markt sind, um uns auf das Einkaufen ganz bestimmter Dinge konzentrieren zu können – und nicht alle möglichen. Allerdings müssen wir durch die Kassenzone durch – und dies ist der Ort, an dem auch kleine Assistenten nicht immer ihren Willen durchsetzen können. Eltern, die stark bleiben und nicht gleich Süßes versprechen, bringen ihrem Kind nebenbei noch etwas fürs Leben bei: Wir können nicht immer alles haben. Aber wir können gemeinsam recht souverän einkaufen – und du kannst mir dabei helfen. Ganz besonnen und stressfrei.




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