Mobbing in der Schule erkennen


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Kinder zeigen typische Symptome, wenn ein Fall von Mobbing in der Schule vorliegt. Sie

  • gehen ungern zur Schule,
  • sind häufig krank,
  • verhalten sich müde und lustlos und
  • haben auch am Nachmittag wenig Lust zum Spielen.
Diplompsychologin Angelika Faas rät Eltern, in dieser Hinsicht sehr wachsam zu sein: „Wenn ein gesundes Kind sich sehr zurückzieht, stecken oft Probleme mit Mitschülern und Mobbing in der Schule dahinter.“ Misstrauisch sollten Eltern auch werden, wenn ihr Nachwuchs Verletzungen hat, deren Herkunft er nicht erklären kann oder will – gerade unter Grundschülern sind Schubsereien keine Seltenheit. Bei Mobbing in der Schule reagieren Kinder unterschiedlich: Um nicht noch unbeliebter zu werden, stellen sie sich zum Beispiel im Unterricht absichtlich begriffsstutzig und kommen deshalb tatsächlich nicht mehr richtig mit. „Kinder haben sehr einfache Urteilsmuster: Etwas ist schwarz oder weiß, gut oder böse – oder eben normal oder abweichend“, sagt die Diplompsychologin Faas. Dabei würden Auffälligkeiten wie Übergewicht oder abstehende Ohren nicht von vornherein bewertet. Zunächst einmal seien diese Beobachtungen für Kinder lediglich ein Hilfsmittel, um andere Menschen besser wiedererkennen und einordnen zu können. Allerdings sei oft nur ein kleiner Schritt nötig, um daraus Feindseligkeit entstehen zu lassen: „Es ist zum Beispiel möglich, dass ein Kind ein anderes beneidet, weil es besonders groß ist. Anstatt dieses Gefühl dauerhaft zuzulassen, versucht es unbewusst, das auffällige Merkmal des anderen abzuwerten – und begegnet ihm mit Ablehnung und Hänseleien“, erklärt die Psychologin. Auch Unsicherheit oder der Wunsch, sich selbst in den Vordergrund zu spielen, könnten ein Auslöser sein, so Faas.