Entwicklung der Motorik im 3. und 4. Lebensjahr

Gehen, laufen, hüpfen – alles kein Problem für Kinder im 3. und 4. Lebensjahr. Warum Ihr Kind jetzt so dringend Bewegung braucht und wie Sie seine motorische Entwicklung weiter fördern können.


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Motorik-Entwicklung: Ball werfen und fangen


© Thinkstock
Im 3. und 4. Lebensjahr macht nicht nur die Sprachentwicklung bei Kindern große Fortschritte, auch in der Motorik machen Zwei- bis Dreijährige Riesensprünge in Richtung Selbstständigkeit. Vor allem ihr Bewegungsdrang steht spiegelbildlich für den Wunsch, möglichst überall mitzumischen. Und auch wenn der Wunsch nach „Action“ je nach Veranlagung sehr unterschiedlich sein kann: Die eigenen vier Wände genügen keinem Kind, um dieses Bedürfnis auszuleben - und Fernseher oder Computer sind kein geeigneter Ersatz. Spielplätze, Parks und die freie Natur gehören daher unbedingt zu einer bewegungsaktiven und glücklichen Kindheit, denn sie fördern die Motorik.

Der Wunsch nach Bewegung bei Kleinkindern geht mit einer rasanten motorischen Entwicklung einher: Schon im 4. Lebensjahr kann das Kind seine eigene Fortbewegung eindeutig zwischen Gehen, Laufen und Rennen variieren.

Noch viel erstaunlicher: Bereits um den 4. Geburtstag herum können einige Kinder die Größe eines Balls und seine Flugbahn einschätzen - und den Ball mit nach vorne geneigten Armen fangen. Dagegen wartet ein Zwei- bis Dreijähriger in der Regel unbeweglich, bis ihm der Ball in die Arme fällt. Die Fanghaltung verfeinert sich später immer weiter und ist gegen Ende des Grundschulalters voll entwickelt.

Nicht nur beim Fangen kommt mit der Zeit Bewegung ins Spiel - auch die Wurftechnik sieht im 3. Lebensjahr meist noch recht unbeholfen aus, da die Motorik noch nicht so weit entwickelt ist. Im 4. Jahr wird sie aber schon dynamischer: Das Kind macht jetzt einen Schritt nach vorn und holt den Wurfarm nach hinten aus. Ganz ähnlich verfeinern sich Koordination und Motorik etwa beim Springen oder Purzelbaumschlagen. Auch spezielle Spiele fördern die motorische Entwicklung des Kindes.
Verzögerungen in der Motorik-Entwicklung sind normal
Allerdings kann das Tempo der Entwicklung sehr unterschiedlich sein, und auch eine um ein oder zwei Jahre verzögerte Motorik ist in aller Regel unbedenklich. Im Zweifel sollten die Eltern ihren Kinderarzt zu Rate ziehen.

Sehr beliebt und auch sinnvoll für die motorische Entwicklung sind Spielgeräte und Fortbewegungsmittel wie Rutschbahnen, Klettertürme und Schaukeln sowie Bobbycars, Drei- und Laufräder. Wichtig ist bei alldem, das Kind selbst entscheiden zu lassen - denn jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo.




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