Nachhaltig schenken – unserem Planeten zuliebe

Weihnachten, so schön wie die Zeit ist, so sehr ist sie heutzutage auch mit Konsum und Überfluss verbunden. Lassen Sie uns das gemeinsam ändern! Jeder kann einen Teil dazu beitragen, dass Weihnachten wieder zum Fest der Liebe und weniger zum Fest des „Zuviels“ wird. Davon würden nicht nur wir Menschen profitieren, sondern vor allem die Umwelt.


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„Unser Planet steht vor dem Burn-out.“


So lautet das Urteil des WWF Living Planet Reports 2016. Jedes Jahr veröffentlicht die Umweltorganisation diese „Bestandsaufnahme über den Zustand der Welt“. Und von Jahr zu Jahr werden die Ergebnisse erschreckender und die Warnungen eindringlicher. Wir leben über unsere Verhältnisse. „Die Menschheit verbraucht 60 Prozent mehr, als die Erde bereithält.“, heißt es auf der Webseite des WWF. Eine Besserung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Der WWF rechnet damit, dass diese Zahl bis 2030 auf 100 Prozent anwachsen wird – die Menschheit wird dann die Ressourcen von zwei Erden benötigen, um ihren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. Wie soll das funktionieren? Ändert sich nichts Grundlegendes, dann geht das nur durch noch intensiveren Raubbau der Erde, mit katastrophalen Folgen: Schlimmere Dürren und Hungersnöte, zahlreichere Extremwetterlagen und ein beschleunigtes Artensterben.


Nachdenklicher Junge mit Planet Erde in de Händen


© iStock
„Unser stetig wachsender Hunger nach Ressourcen frisst die Zukunft der nächsten Generationen auf.“, fasst es der WWF zusammen. Die Zukunft der nächsten Generationen, das heißt die Zukunft unserer Kinder! Die Zukunft unserer Enkelkinder! Doch was sollen wir tun, was können wir als Einzelne bewirken? Jede Menge! Wir sollten nicht unterschätzen, dass jede gesparte Strom-Minute im Alltag, jeder gelaufene oder geradelte statt mit dem Auto gefahrene Meter, jede Mülltüte weniger unserer Erde hilft. Wenn der eigene Beitrag auch nach wenig aussieht, wenn wir alle ein bisschen bewusster leben und einkaufen, summiert sich das schon zu einem wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Und das sollten wir auch unseren Kindern vermitteln, damit sie gleich mit einem Bewusstsein dafür aufwachsen, dass die Erde nicht unbegrenzt geben kann – dass auch sie erschöpft ist und dringend Erholung braucht.
Tipps für ökologische Weihachten
Die Weihnachtszeit zum Beispiel bietet großes Potential, das eigene Verhalten im Sinne des Umweltschutzes zu überdenken. Angefangen bei der Deko, über die Geschenke bis hin zum Essen – überall lassen sich Ressourcen sparen und Müllberge reduzieren, wenn man die Sache etwas bewusster angeht. 
Nachhaltiges schenken statt Plastikmüll und Staubfänger
Sie geben uns sicher Recht, wenn wir sagen: Etwa die Hälfte aller Weihnachtsgeschenke verliert innerhalb kürzester Zeit ihren Reiz. Häufig kaufen wir doch die eine oder andere Kleinigkeit nur, um „noch etwas zum Einpacken“ zu haben oder damit die Geschenke-Sammlung unter dem Weihnachtsbaum nicht gar so klein aussieht. Und zwar vor allem dann, wenn die Kinder schon im Teeniealter sind und die Wünsche weniger, dafür teurer werden. Machen Sie Schluss mit unsinnigen Geschenken! Konzentrieren Sie sich auf den Herzenswunsch Ihres Kindes und zwei, drei Kleinigkeiten, die Sie für sinnvoll erachten. Das gilt übrigens auch für Geschenke unter Erwachsenen.

Nachhaltige Geschenke machen


© iStock
Sinnvoll und nachhaltig schenken, das sollte Ihr Motto sein, wenn Sie der Umwelt etwas Gutes tun möchten. Nie mehr Panikkäufe von Dingen, die wir nur um des Schenkens-Willens und nicht aus vollem Herzen verschenken möchten! Wir geben Ihnen Tipps für nachhaltige Geschenke, die die Beschenkten glücklich machen und Ihnen ganz bestimmt ein gutes Gefühl geben:

➤ Holz statt Plastik
Gerade bei Geschenken für Babys und Kleinkinder können Sie eigentlich vollständig auf Plastik verzichten. Beinahe jedes Spielzeug gibt es in einer umweltschonenden Holz-Variante, mit denen es sich genauso schön spielen lässt. Aber: Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Produkte schadstofffrei und ökologisch produziert wurden (FSC Siegel  oder PEFC Siegel). Übrigens: Auch in Sachen Babyausstattung wie Möbel, Beißringe, Babykleidung usw. gibt es immer mehr „fair produzierte“ und „100 Prozent Bio“-Produkte.

➤ Boykott dem Verpackungswahnsinn

Leichter gesagt als getan. Beinah jedes Spielzeug und jedes Buch im Geschäft ist in mehrere Lagen Pappe und Folie verpackt. Wenn es sich dabei nicht gerade um einen sehnlichen Wunsch Ihres Kindes handelt, dann entscheiden Sie sich bewusst für andere Produkte, die mit weniger Verpackungsmüll auskommen. Handgemachtes liegt im Trend, wieso also nicht ein paar Puppenkleider bei der Schneiderin an der Ecke bestellen oder auf dem nächsten Flohmarkt kaufen? Die Produkte sind garantiert einzigartig und kommen ohne den lästigen Verpackungsüberfluss aus.

➤ Second Hand kaufen
Wir leben in einer Wegwerf-Gesellschaft. Wofür wir keine Verwendung mehr haben, fliegt in den meisten Fällen einfach in den Müll. Zum Glück geht der Trend immer mehr in Richtung Second Hand. Egal ob Kleidung, Spielsachen, Bücher oder Möbel, auf dem Flohmarkt oder auf diversen Online-Plattformen können Sie wunderbar erhaltene und teilweise einzigartige Geschenke besorgen, die zwar schon eine Geschichte haben, deshalb aber nicht minder wertvoll sind, als Neugekauftes. Im Gegenteil, oft findet man gerade hier richtige kleine Schätze. Toller Nebeneffekt des Wieder-Verwendens: Es schont den Geldbeutel!

➤ Do it yourself

Noch ein Trend, der uns super gefällt, weil er zum einen die Umwelt schont, zum anderen auch einfach Spaß macht. Selbstgemachtes hat längst den „spießigen Öko“-Ruf verloren und ist angesagter als je zuvor. Wer nicht stricken, häkeln oder nähen kann, der kann für seine Lieben basteln oder backen. Oder wie wäre es zum Beispiel mit einer Backmischung im Glas für gute Freunde? Mehr Selbermachen-Geschenkideen, vor allem von Kindern für Mamas, Papas und Großeltern, finden Sie zum Beispiel auf unseren Pinterest-Board Geschenke basteln mit Kindern. ➤ Zeit und gemeinsame Erlebnisse schenken
Schluss mit dem ganzen Zeug! Was Kinder und unsere Lieben wirklich brauchen, lässt sich nicht kaufen und verpacken: Gemeinsame Zeit. Auf der Webseite Zeit statt Zeug finden Sie jede Menge alternative Geschenkideen, von denen Schenker und Beschenkter auch wirklich etwas haben und die garantiert länger im Gedächtnis bleiben, als jede gekaufte Kleinigkeit: Waldduft statt Parfum, Blumen pflanzen statt Blumenstrauß, Zoobesuch statt Stofftier, Hund ausführen statt eigenes Haustier – hier finden Sie ganz sicher nette Anregungen, vor allem auch für die Menschen, die sich „nichts“ wünschen, denen Sie an Weihnachten aber trotzdem gern etwas Gutes tun möchten.

➤ Geschenke, die Gutes bewirken
Gerade Menschen, die sich betont nichts Materielles wünschen, können Sie mit sozialen Geschenken eine Freude machen. Mittlerweile bieten viele Hilfsorganisationen sogenannte Spenden-Geschenke an. Im Namen des zu Beschenkenden spenden Sie dabei symbolisch Schulbücher, eine Schutzimpfung, einen Brunnen oder eine Ziege. Oder Sie unterstützen mit Ihrer Spende junge Firmengründer, soziale Projekte oder den Tier- und Umweltschutz. Spenden-Geschenke sind originell, verlieren nicht an Wert, stehen nicht rum und stauben ein, machen Schenker und Beschenktem Freude und – und das ist das Wichtigste – helfen den Menschen (und Tieren), die es wirklich nötig haben. Unter anderem bei diesen Organisationen haben Sie die Möglichkeit, Spenden-Geschenke zu machen:

SOS-Kinderdörfer
UNICEF
Welthungerhilfe
WWF
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Oxfam unverpackt
Ärzte ohne Grenzen
RESET

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