Null Bock auf Lernen? So motivieren Sie Ihr Kind!

Mathe? Nervt! Geschichte? Laaangweilig! Eltern von lernunwilligen Kindern finden hier Tipps und Tricks, wie Ihr Kind wieder leichter und lieber lernt.


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Wenn die Sonne scheint und der Spielplatz oder das Schwimmbad locken, werden Schreibtisch und Hausaufgaben schnell zu Folterinstrumenten für Ihr Kind. Eigentlich auch ganz normal. Doch wenn sich die Phase der Lustlosigkeit nicht mehr nur auf sonnige Tage beschränkt und spätestens wenn die nächste Prüfung ansteht oder die Noten in den Keller sacken, wird die chronische Lernunlust zum Problem. Eltern von lernunwilligen Kindern stehen dann ganz schnell auf der Schwelle zur Verzweiflung: Wie schaffe ich es, meinem Kind die Lust am Lernen zurückzugeben? Und was ist die Ursache für die Lernunwilligkeit meines Kindes? Lesen Sie, mit welchen Tipps und Tricks Ihr Kind wieder leichter lernt.

Es ist normal, dass die Motivation nachlässt


Keine Lust auf Schule


© Thinkstock
Dass Kinder manchmal nur mit Mühe dazu zu bewegen sind, sich um ihre schulischen Aufgaben und Pflichten zu kümmern, kennen die meisten Eltern. Sie sollten diesem Problem gelassen gegenüber stehen, denn diese Lustlosigkeit ist völlig normal – gerade in der Pubertät. Soziale Beziehungen, die erste Liebe und Selbstbestätigung außerhalb schulischer Erfolge werden dann wichtiger, als das Lernen für eine ferne Zukunft. Der innere Antrieb fürs Lernen ändert sich im Laufe der Kindheit, auch durch äußere Faktoren. Kinder sind zwar von Natur aus neugierig und wissbegierig, doch nur solange, wie Lernprozesse nach dem eigenen Rhythmus und freiwillig ablaufen. Mit der Schulpflicht und spätestens mit dem Übertritt auf eine weiterführende Schule greifen Lehrer, Eltern und Lehrpläne aktiv in den Lernprozess der Kinder ein. Lehrer und Eltern erwarten Leistung, Lehrpläne und nicht mehr die eigene Neugier legen jetzt den Stoff fest, der gelernt wird. Das Resultat bei vielen Schülern ist, dass Resignation, Passivität und Frust wachsen und damit die Motivation zu lernen schwindet.

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Einfache Ursachen erkennen & beseitigen

Auch wenn Sie sich als Eltern in Gelassenheit üben sollten, egal muss Ihnen die Lernunwilligkeit Ihres Kindes nicht sein. Da die Motivation zum Lernen, im Gegensatz zur zielorientierten Motivation beispielsweise bei Mannschaftsspielen im Sport, ein innerer Antrieb ist, muss sie aus dem Schüler selbst kommen. Das allerdings können Eltern und Lehrer nicht vermitteln. Aber Sie können die entsprechenden Rahmenbedingungen bereit stellen, damit sich Ihr Kind wieder selbst motivieren kann.

Um herauszufinden, wie Sie eine Basis für Lern-Lust bei Ihrem Nachwuchs schaffen, stellen Sie sich zunächst folgende Fragen:

➤ Hat Ihr Kind den Kopf wirklich frei und kann sich aufs Lernen voll konzentrieren? Oder hat es Probleme, die es in Gedanken wälzt?

➤ Arbeitet Ihr Kind an einem ruhigen, störungsfreien Arbeitsplatz? Alles, was ablenkt und störende Geräte wie beispielsweise Handy, Computer und Telefon sollten entfernt oder ausgeschaltet werden.

➤ Hat Ihr Kind Ordnung in seinen Arbeitsmaterialien? Findet es schnell, was es braucht oder vertrödelt es sinnlos Zeit und Energie damit, seine Materialien zu suchen?

➤ Hat Ihr Kind einen eigenen festen Platz zum Lernen und Arbeiten? Ein gewohnter Ort erleichtert es Ihrem Kind, seine Lernhaltung schnell einzunehmen.

Sicher werden Sie nicht alle Antworten sofort parat haben und manches davon kann Ihnen nur Ihr Kind selbst beantworten. Um das negativ besetzte Thema „Lernen“ anzusprechen, sollten Sie zunächst mit Ihrem Kind eine entspannte und positive Situation finden, damit es sich Ihnen öffnet. Unternehmen Sie zusammen etwas, was Ihrem Kind Spaß macht, um den Lerndruck ein wenig zu vergessen. Und wenn Sie die entsprechenden Informationen bekommen haben, sollten Sie diese auch ernst nehmen. Auf dieser Vertrauensbasis können Sie dann versuchen, die „einfachen“ Störfaktoren zu beseitigen.

Sicher werden Sie nicht alle Antworten sofort parat haben und manches davon kann Ihnen nur Ihr Kind selbst beantworten. Um das negativ besetzte Thema „Lernen“ anzusprechen, sollten Sie zunächst mit Ihrem Kind eine entspannte und positive Situation finden, damit es sich Ihnen öffnet. Unternehmen Sie zusammen etwas, was Ihrem Kind Spaß macht, um den Lerndruck ein wenig zu vergessen. Und wenn Sie die entsprechenden Informationen bekommen haben, sollten Sie diese auch ernst nehmen. Auf dieser Vertrauensbasis können Sie dann versuchen, die „einfachen“ Störfaktoren zu beseitigen.

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von Evelyn Hosse




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