Osterfeiertage

Welche Osterfeiertage gibt es und warum feiern wir eigentlich Ostern? Wir haben kurz und knapp die Antworten für Sie zusammengestellt.


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Die Osterfeiertage


1. Palmsonntag


Osterfeiertage


© Thinkstock/Daniela J.
Der Palmsonntag ist der Sonntag vor der Karwoche. Das Symbol dieses Tages ist der Palmzweig, der als Symbol des Friedens gilt. Bereits seit dem 8. Jahrhundert ist die Prozession mit Palmzweigen am Palmsonntag fester Bestandteil der Osterfeiertage. Die Prozession führt durch das Dorf zur Kirche, dort werden die Zweige vom Priester geweiht. Christen gedenken an diesem Tag dem Einzug Jesu in Jerusalem. Damals wurde Jesu mit Palmzweigen, als Zeichen für die Königswürde, auf den Straßen empfangen.

Da in unseren Gefilden keine Palmen wachsen, benutzt man als Ersatz zum Beispiel Zweige des Buschbaums oder des Wachholders.


2. Gründonnerstag

Am Gründonnerstag gedenken Christen in Messen dem letzten Abendmahl von Jesu und seinen 12 Jüngern. Der heilige Donnerstag ist der Beginn des Karfreitags und leitet das dreitägige Gedächtnis des Leidens, Sterbens, der Todesruhe und der Auferstehung ein.

Seit Ende des 7. Jahrhunderts zählt er zu den christlichen Osterfeiertagen. Woher der Name genau stammt ist schwer zu sagen. Es wird vermutet, dass er auf den wohl heidnischen Brauch zurück geht, an diesem Tag grüne Frühlingskräuter zu essen. Eine andere Deutung stützt sich darauf, dass im Mittelalter die öffentlichen Büßer, die nach der Fastenzeit sündenfrei zurückkehrten, "die Grünen" hießen.

Der Gründonnerstag zählt zwar zu den christlichen Osterfeiertagen, ist aber in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag.


3. Karfreitag

In Karfreitag steckt "kara" aus dem Althochdeutschen; es bedeutet "Wehklage, Trauer". An diesem Tag wird der Kreuzigung, den Leiden und dem Sterben Jesu gedacht. Evangelische Christen betonen besonders das Sterben Jesu für die Menschheit und die dadurch erfolgende Erlösung.

Der Karfreitag ist der Fastentag unter den Osterfeiertagen und wird in Stille begangen. In Deutschland gilt am Karfreitag ein Tanzverbot. Es gibt keine Tanz- oder Sportveranstaltungen und im Theater dürfen keine reinen Komödien gespielt werden.

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4. Karsamstag

Am Karsamstag wird der Grabesruhe Jesu und seines Hinabstiegs in die Unterwelt gedacht. Es finden keine Gottesdienste statt, nur gebetet. Am Karsamstag wird wie am Karfreitag gefastet.

Die Osternachtfeier, streng genommen abends am Karsamstag, wird bereits zum Ostersonntag gerechnet, da nach jüdischem Brauch ein Festtag bereits bei Sonnenuntergang des Vorabends beginnt.


5. Ostersonntag

An diesem Osterfeiertag wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Die liturgische Vesper beendet die heiligen drei Tage (Triduum Sacrum). Der Ostersonntag beendet auch die Fastenzeit und leitet das achttägige Osterfest ein.


6. Ostermontag


Am Ostermontag wird ebenfalls der Auferstehung Jesu gedacht, allerdings mit einer anderen Bibelstelle als Grundlage: Die Auferstehung aus dem Blickwinkel der Emmaus-Jünger.

In Oberbayern zum Beispiel findet am Ostermontag der sogenannte Georgiritt statt. Hierbei ziehen die Bürger mit geschmückten Pferden und Glocken zur Kirche und begrüßen den Frühling. (beh)







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