Politik für Kinder: die besten Seiten im Netz

Und plötzlich sind überall diese bunten Plakate. Kinder werden überall mit Politik konfrontiert: auf dem Weg zum Kindergarten oder zur Schule, im Fernsehen und auch wenn Mama und Papa darüber reden. Klar, dass dazu zwangsläufig Fragen aufkommen: Wer sind die Leute auf den Plakaten? Und was ist eigentlich eine Wahl? Hätten Sie die passenden Antworten parat?


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Politik für Kinder: U18-Wahl


© U18 Wahl
Klar, theoretisch kann jeder diese Fragen leicht beantworten. Aber das Thema Politik kindgerecht zu verpacken, das ist nicht mehr ganz so leicht. Aus Erklärungsnot davor zurückschrecken sollten Eltern allerdings nicht. Denn auch schon im Kindergarten- und Grundschulalter sind Kinder durchaus fähig, sich mit politischen Themen auseinander­zu­setzen und grobe Zusammenhänge zu verstehen. Gerade jetzt, kurz vor der Bundestagswahl berichten auch viele Kindernachrichten­sendungen über das aktuelle politische Geschehen.

Dabei werden die Informationen leicht verständlich und unterhaltsam verpackt, Fachbegriffe gut erklärt und Zusammenhänge an konkreten Beispielen durchgespielt. Zum Beispiel wie Politiker durch Umweltschutz die Eisbären retten können, oder warum Papa jetzt zu Hause bleiben darf, um auf das neue Geschwisterchen aufzupassen. Wie die Nachrichten für die „Großen“ laufen auch Kindernachrichten täglich im Fernsehen. Sie können also gut in den Alltag integriert  zu einem gemeinsamen Ritual werden. Zu empfehlen sind dafür:



➤ logo! (ab 6 Jahren)
KI.KA: Montag-Freitag um 14.08 Uhr, 16.18 Uhr
und 19.50 Uhr (freitags um 19:25 Uhr)
ZDFtivi: Samstag um 8.50 Uhr

➤ neuneinhalb
(ab 7 Jahren)
ARD: Samstag um 8.30 Uhr, 11.00 Uhr
BR-alpha: Samstag um 16.15 Uhr,
Sonntag um 10.00 Uhr

➤ Minitz
(ab 8 Jahren)
SWR: täglich um 6.55 Uhr
SWR2: Samstag um 16.00 Uhr

Parallel zu den Nachrichten im Fernsehen haben viele Redaktionen Infoseiten zur Bundestagswahl auf ihren Homepages angelegt. Dort finden Kinder weitere Informationen rund um das Thema Politik: Was macht eine Partei? Was macht der Bundestag? Und was bedeutet eigentlich Demokratie? Auf all solche Fragen gibt es dort die Antworten – natürlich so einfach wie möglich erklärt.


 Das könnte Sie interessieren: Amoklauf & Attentate

Anschläge in den Hauptstädten, Amoklauf in München, Krieg in Syrien - Kinder brauchen jetzt Gesprächpartner, die ihre Fragen ernst nehmen.


Politik-Webseiten für Kinder


Einfach und verständlich ist aber nur die eine Seite, auf der anderen geht es natürlich auch um den nötigen Spaßfaktor. Und der ist wohl der größte Anreiz, damit sich Kinder freiwillig in ihrer Freizeit mit Politik auseinandersetzen. Schließlich könnte man auch Fußballspielen gehen oder Fahrradfahren.

Bei neuneinhalb gibt es zum Beispiel ein großes Rätsel-Spiel zur Bundestagswahl. Der Clou: in das nächste Level kommt nur, wer alle Quiz-Fragen richtig beantworten kann. Dabei wird das politische Grundwissen häppchenweise vermittelt. Durchhalten lohnt sich: Am Ende wartet noch eine kleine Überraschung auf alle Rätsler. Mehr lustige und interaktive Webseiten zum Thema Politik gibt es in unserem Infokasten. Unter anderem finden Sie hier das „Kinder-Ministerium“ in dem die Arbeit eines Ministeriums erklärt wird. Schönes Extra: speziell zur Wahl sind hier alle wichtigen Begriffe leicht erklärt - von Abgeordnete bis Wahlurne. Genauso interessant ist auch die Seite „Kuppelkucker“. Hier können Kinder auf Entdeckungstour durch den Bundestag gehen und erfahren, warum der so wichtig für Deutschland ist.
U18-Wahl: früh übt sich
Dass Politik wirklich auch schon für Kinder interessant ist, zeigt der Erfolg der U18-Wahl. Etwa 200.000 Kinder und Jugendliche machten am 13. September 2013 ihr Kreuzchen. Am Ende bekamen CDU/CSU (27,1 %) die meisten Stimmen, gefolgt von der SPD (20,4 %) und den Grünen (17,0 %). Aber auch die Piratenpartei war bei Kindern und Jugendlichen gefragt: Sie erreichte 12,1 % der Stimmen. Die FDP gehört dagegen auch bei der U18-Wahl zu den eindeutigen Verlierern und fällt mit 4,60% nur unter Sonstige. Für die Entscheidung, wer denn das Kreuzchen bekommt, waren vor allem die Themen Schule und Bildung von Bedeutung. Ebenso wichtig war den Kindern und Jugendlichen der Umweltschutz.

 Das könnte Sie interessieren: Smartphone, Tablet & Co

Eine Kindheit ohne digitale Medien? Kaum vorstellbar. Muss auch nicht sein! Aber welche Dosis Smartphone, Tablet, Computer & Co. ist für welches Alter okay?




(Fotos: Thinkstock)



mehr zum Thema
Erziehung digital lernen
Artikel kommentieren
Login