Positive Körperwahrnehmung bei Kindern wichtig für Selbstbewusstsein


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Positive Körperwahrnehmung bei Kindern wichtig für Selbstbewusstsein

Dass die bewusste und aufmerksame Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse Voraussetzung für eine gelungene Entwicklung des Selbstbewusstseins ist, gilt unter Entwicklungspsychologen als unumstritten. „Sich wohlfühlen im eigenen Körper ist eine der Voraussetzungen für ein solides Selbstwertgefühl“, schreibt zum Beispiel die Diplom-Psychologin Helga Gürtler. Wie zu Hause sich ein Mensch in seinem Körper fühlt, hängt ganz entscheidend davon ab, wie er ihn in seiner Kindheit erleben durfte. Den Zugang zum eigenen Körper finden Kinder durch die Sinne - indem sie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten. Also muss eine Erziehung, die den Körper mit seinen Bedürfnissen und Empfindungen ernst nimmt, die Sinne anregen. Eltern tun entsprechend gut daran, den Sinnesorganen möglichst viel „Nahrung“ zu geben. Dies geschieht zunächst dadurch, dass die Grundbedürfnisse Wärme, Schlaf, Bewegung, Nahrung sowie menschliche Nähe und Zuwendung erfüllt werden. Nur dann fühlen sich Kinder in ihrer Haut wohl - und können auf dieser Basis ein solides Selbstbewusstsein entwickeln. Den Verlauf dieses Prozesses skizziert Renate Zimmer, Professorin an der Universität Osnabrück und Expertin für Bewegungserziehung, so: „Die Erfahrungen, die das Kind in den ersten Lebenswochen über seine sensorischen Systeme macht, führen zur ersten Stufe in der Entwicklung des Selbst, dem Körper-Selbst. Das Körper-Selbst wiederum bildet die Basis für das Bewusstsein von der eigenen Person.“