Pubertät bei Jungen

Während Mädchen zickig werden, mutieren Jungen im Laufe der Pubertät oft zu vor Testosteron strotzenden Machos. Keine Angst, das ist völlig normal!


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Im männlichen Körper wird die Pubertät durch das Sexualhormon Testosteron eingeleitet. Das passiert mit Jungen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren.


Körperliche Veränderungen bei Jungen in der Pubertät
  • Das Hodenvolumen nimmt zu, ab jetzt werden hier Testosteron und Spermien produziert
  • Der Penis legt zuerst an Umfang, dann an Länge zu
  • Der Kehlkopf wächst, damit tritt der „Adamsapfel“ stärker hervor und der Stimmbruch tritt ein
  • Körperbehaarung unter den Achseln, im Scham- und Brustbereich und am restlichen Körper
  • Erster Flaum im Gesicht (Bartwuchs)
  • Breitere Schultern, verstärktes Muskelwachstum, generell: Wachstumsschübe in die Höhe
  • Unreine Haut (Vergrößerte Poren, Mitesser, Pickel) durch erhöhte Talgproduktion
  • Verstärkte Schweißproduktion
  • Erster Samenerguss

Und was geht im Kopf vor?


In der Pubertät werden schüchterne Jungen oft zu richtigen Rüpeln. Das liegt daran, dass sie auf der Suche nach ihrer Identität dem männlichen Idealbild entsprechen wollen, Stärke und Unabhängigkeit demonstrieren. Das sind weitere typische Verhaltensmuster und was dahinter steckt.

Psychische Veränderungen bei Jungen in der Pubertät
  • Orientierung an Rollenmustern, Suche nach Vorbildern (Machogehabe, Starkult mit männlichen Profisportlern oder Filmhelden)
  • Verletzbarkeit, Verunsicherung, gestörtes Selbstwertgefühl
  • Andererseits: Allmachts- und Größenfantasien, erhöhte Risikobereitschaft (Suche nach Anerkennung, Demonstration von Stärke, aber auch Angst, zu versagen oder kein „richtiger“ Mann zu sein)
  • Allgemein starke Gefühls- und Stimmungsschwankungen
  • Provokantes und aggressives Verhalten, ständige Konfliktbereitschaft (Abgrenzung von den Eltern, Verstärkte Ausschüttung von Adrenalin, aber auch: sich messen, Stärke beweisen, Überspielen eigener Unsicherheit)
  • Rückzug und innere Abgrenzung (Im Zimmer und vor dem PC sitzen)
  • Kritische Distanz zur Erwachsenenwelt und zu den Eltern
  • Rauchen, trinken, Drogen probieren (sich erwachsen fühlen und als Mann beweisen, Grenzüberschreitung, Abenteuer)
  • Abwertung und Abgrenzung von Mädchen (Überzogenes Rollenverhalten, aber auch: Unsicherheit, Kontaktwunsch, Angst, unterlegen oder nicht männlich genug zu sein)


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