Schon kleine Kinder verstehen Ironie

Eine neue Studie aus Kanada belegt, dass kleine Kinder doch Ironie verstehen. Das zeigten jetzt veränderte Versuchssituationen.


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Schon kleine Kinder verstehen Ironie

Kleine Kinder übertreiben in negativen Gesprächssituationen. Foto: Thinkstock


Bislang nahmen Entwicklungspsychologen an, dass Kinder erst ab zehn Jahren Ironie verstehen. Sie haben diese Einschätzung aus Beobachtungen geschlossen, die sie in Laborsituationen zum Thema Sarkasmus gemacht hatten. Diese Annahme wird nun durch eine kanadische Studie widerlegt. Die Wissenschaftler veränderten die Versuchssituation. Raus aus dem Labor, untersuchten sie die Kommunikation innerhalb der Familie, indem sie 39 repräsentativ ausgewählte Familien neun Stunden lang beim Unterhalten beobachteten.

Mütter gebrauchen Ironie, Väter Sarkasmus

Dabei fiel auf, dass Mütter sowohl in positiven als auch in negativen Gesprächssituationen rhetorische Fragen und Ironie einsetzten. Die Väter taten dies auch, setzten aber zusätzlich Unter- und Übertreibungen ein. Während die Väter in negativen Situationen sarkastisch sind, ziehen Mütter rhetorische Fragen vor. Mindestens eines der beiden Stilmittel verstanden die Kinder. Sie selbst gebrauchen in negativen Situationen Übertreibungen wie: „Ich bekomme nie …“, in positiven Sarkasmus. Kinder lernen Ironie in der Familie Kinder lernen Ironie offensichtlich in der Familie und verstehen sie früher als sie beschreiben können, was da sprachlich genau geschieht. (Psychologie Heute/leo)



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